Vorschau - Prix de l Arc de Triomphe 2018
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Prix de l’Arc de Triomphe 2018

7. Oktober 2018 - 2400 Meter, Paris-Longchamp

Vorbericht vom 8. Juni 2018

Das Epsom Derby, der Prix du Jockey Club und das Tokyo Yushun sind in diesem Jahr gelaufen, Zeit sich erste Gedanken über den Prix de l’Arc de Triomphe 2018 zu machen. Wie gut die besten dreijährigen Stuten und Hengste im Vergleich mit der älteren Generation sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeschätzt werden. Die neuen Stars der Szene werden sich beim Arc voraussichtlich mit zwei Pferden aus dem Stall von John Gosden auseinandersetzen müssen, der Titelverteidigerin Enable und dem Champions Stakes-Gewinner Cracksman, auch Gestüt Ammerlands Waldgeist wusste jüngst stark zu beeindrucken.

Enable gebührt als Siegerin des Prix de l’Arc de Triomphe 2017 natürlich die Favoritenrolle, sie leidet derzeit allerdings an einer Knieverletzung. Trainer John Gosden ist aber optimistisch, dass seine vierjährige Nathaniel-Tochter bis zum Arc wieder einsatzfähig ist, derzeit absolviert sie nur leichtes Training. Wann und wo sie ihr nächstes Rennen bestreitet, wird nicht vor Juli bekannt gegeben werden können. Enable gewann sieben ihrer acht Starts, neben dem Arc auch die Epsom-, Irish- und Yorkshire Oaks.

Cracksman, ebenfalls von John Gosden trainiert, war im vergangenen Jahr das Pferd mit dem höchsten Rating in Europa. Im Epsom Derby und Irish Derby hatte er zunächst die Siege jeweils hauchdünn verpasst, später im Jahr dann aber seine ganze Stärke offenbart, als er in Ascot die Champion Stakes mit sieben Längen Vorsprung gewann. Auch in diesem Jahr hat der Frankel-Sohn schon zweimal auf Gruppe-I-Ebene gewonnen, in Paris-Longchamp den Prix Ganay und zuletzt den Coronation Cup, wo er jedoch erneut einige Schwierigkeiten mit der anspruchsvollen Rennbahn in Epsom hatte. Nächstes Ziel für Cracksman sollen am 20. Juni die Prince of Wales's Stakes in Ascot sein.

Study Of Man setzte sich am 3. Juni im französischen Derby, dem Prix du Jockey Club, durch. Da dreijährige Pferde beim Prix de l’Arc de Triomphe eine verhältnismäßig hohe Gewichtserlaubnis von drei Kilogramm erhalten, ist dieser Jahrgang im Arc immer zu beachten. Als Sohn von Deep Impact, der auf Distanzen zwischen 2.200 und 3.200 Meter sieben Gruppe-I-Rennen gewann, sollte Study Of Man auf der 300 Meter weiteren Arc-Distanz noch besser aufgehoben sein. Auch das zu erwartende schnellere Tempo sollte ihm in die Karten spielen, schließlich verfügt er über enorme Endgeschwindigkeit.

Masar gehört als Gewinner des Epsom Derbys 2018 beim Prix de l’Arc de Triomphe natürlich zum engsten Favoritenkreis, allerdings muss der Godolphin-Hengst erst noch beweisen, ob sein Derbyerfolg nicht eine Eintagsfliege war. Für seine drei Jahre hat Masar schon ziemlich viel Erfahrung gesammelt, absolvierte bereits neun Rennen in vier verschiedenen Ländern, wobei seine Auftritte in Frankreich, Dubai und den USA alles andere als erfolgreich verliefen. Nach einem Neun-Längen-Sieg in den Craven Stakes ging er Anfang Mai als Favorit in die englischen 2.000 Guineas, wo er über die Meile aber nur Dritter wurde. Sein Sieg im Epsom Derby kam dann als als 17:1 Außenseiter auch etwas überraschend. Masar wird nicht am Irish Derby teilnehmen, sondern am 7. Juli in den Eclipse Stakes in Sandown starten. Ob er in den Arc oder die Champion Stakes geht, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Saxon Warrior war als haushoher Favorit ins Epsom Derby gestartet, hatte dort aber einen schwarzen Tag erwischt und auf dem schwierigen Kurs lediglich Rang 4 belegt. Er hatte zuvor die Racing Post Trophy und die 2.000 Guineas über die Meile gewonnen. Da auch er ein Sohn von Deep Impact ist, müsste er eigentlich mit Strecken über 2.000 Metern besonders gut klar kommen. Er wird nun beim Irish Derby die Chance bekommen, zu zeigen, dass sein Epsom-Auftritt nur ein Ausrutscher war, ähnlich wie der von Cracksman im Vorjahr. So gesehen könnten die momentan hohen Arc-Quoten auf Saxon Warrior sich im Nachhinein als "Value" erweisen.

Waldgeist hat sich mit einem beeindruckenden Sieg im Grand Prix de Saint-Cloud ins Spiel gebracht. Gegen starke Konkurrenten, wie den letztjährigen Arc-Zweiten Cloth Of Stars oder Dschingis Secret, siegte er in großem Stil mühelos mit drei Längen. Der Galileo-Sohn aus der Waldlerche, der für die Farben des Gestüts Ammerland startet, hatte als Zweijähriger das Critérium de Saint-Cloud gewonnen und war im Prix du Jockey Club von Brametot nur mit "kurzem Kopf" bezwungen worden. Nach mäßigen Leistungen zum Ende des vergangenen Jahres, darunter ein 4. Platz im Großen Preis von Bayern, gelang nun der überragende Sieg im Grand Prix de Chantilly. Waldgeist wird am 1. Juli den Grand Prix de Saint-Cloud bestreiten, Fernziel bleibt laut Trainer André Fabre aber der Arc 2018. Fabre hält mit sieben Siegen den Trainerrekord beim Prix de l’Arc de Triomphe.

Forever Together gewann in diesem Jahr die Epsom Oaks. Ähnlich wie bei Masar kam auch ihr Erfolg ziemlich überraschend, sie hatte zuvor kein Rennen gewonnen und war auch auf Listenebene nur platziert gelaufen. Die Galileo-Tochter wurde als Jährling für 900.000 Euro vom irischen Coolmore Stud ersteigert, sie soll als nun am 21. Juli in den Irish Oaks starten.

Wagnerian, ein weiterer Deep Impact-Sohn, gewann am 27. Mai das japanische Derby (Tokyo Yushun, 2.400 m). Er hatte als Zweijähriger alle drei Starts gewonnen und war als Favorit in die 2.000 Guineas (Satsuki Sho, 2.000 m) gegangen, wo er auf Platz 7 aber enttäuschte. Eine Nennung für den Prix de l’Arc de Triomphe hat Wagnerian (noch) nicht, die könnte bei der langen Tradition japanischer Pferde im Arc aber noch folgen. Nominiert sind derzeit vier Hengste aus Japan. Mit Kiseki und Clincher die beiden Erstplatzierten des letztjährigen japanischen St Leger (Kikuka Sho, 3.000 m). Außerdem die beiden dreijährigen Stuten Lucky Lilac und Satono Walkure, Dritte und Sechste der diesjährigen Oaks.

Dschingis Secret dürfte unter den drei aus Deutschland gemeldeten Pferden die besten Chancen besitzen, zumindest belegte er beim letztjährigen Arc einen starken 6. Platz. Auch sein 2. Platz am 3. Juni beim Grand Prix de Chantilly kann sich sehen lassen, allerdings hatte der Soldier Hollow-Sohn dort gegen Waldgeist keine Chance, was sich später im Jahr aber natürlich noch ändern kann.
Der Sieger des Deutschen Derbys 2017 ist ebenfalls nominiert. Windstoß belegte jüngst beim Coronation Cup in Epsom den 3. Rang, jedoch satte vier Längen hinter einem kaum überzeugenden Cracksman. Auch Matchwinner müsste sich gewaltig steigern, sein größter Erfolg ist bislang ein Gruppe-III-Sieg.

Der Prix de l’Arc de Triomphe wird seit 1920 ausgetragen und gilt als das bedeutendste Pferderennen der Welt. Wegen Umbauarbeiten auf der Rennbahn in Paris-Longchamp wurde das Rennen in den letzten beiden Jahren in Chantilly ausgetragen. Nun kehrt es zurück auf die neue Bahn in Longchamp.

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