Vorschau - Prix de l Arc de Triomphe 2019
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Prix de l’Arc de Triomphe 2019

6. Oktober 2019 - 2400 Meter, Paris-Longchamp

Vorbericht vom 4. Juni 2019

Nachdem die Derbys in Frankreich, England und Japan gelaufen sind, ist es Zeit sich erste Gedanken über den Prix de l’Arc de Triomphe 2019 zu machen. Sicherlich ist dem Jockey Club-Sieger Sottsass in diesem Rennen einiges zuzutrauen, Favoritinnen werden aber Sea Of Class und die Titelverteidigerin Enable sein. Letztgenannte könnte den Arc als erstes Pferd zum dritten Mal gewinnen.

Enable gebührt als Gewinnerin des Prix de l’Arc de Triomphe 2017 und 2018 natürlich auch im Arc 2019 die Favoritenrolle. Im Anschluss an ihren Triumph in Paris gewann sie in den USA auch den Breeders‘ Cup Turf, hat in diesem Jahr bisher aber noch kein Rennen absolviert. Ein geplanter Start am 31. Mai im Coronation Cup wurde verschoben, jetzt soll sie am 6. Juli in den Eclipse Stakes in Sandown in die Saison starten. Kein Grund zur Sorge, Enable hatte auch im Vorjahr, nach einer elfmonatigen Pause, erst am 8. September ihr erstes Rennen bestritten und war anschließend direkt in den Arc gegangen. Die Statistik spricht allerdings gegen die fünfjährige Nathaniel-Tochter, denn bislang hat kein Pferd den Arc dreimal gewinnen können. Seit dem Erfolg von Star Appeal 1975 ist es nur noch einem Pferd (Marienbard 2002) gelungen den Arc zu gewinnen, das älter als vier Jahre alt war.

Sea Of Class beendete den letztjährigen Arc nur mit "Kopf" geschlagen auf dem 2. Platz. Wäre die Ziellinie ein paar Meter weiter gewesen, hätte die heranstürmende Sea The Stars-Tochter gewonnen. Seither ist die Vierjährige nicht mehr gelaufen, auch ihr Ziel ist der Prix de l’Arc de Triomphe 2019. Ursprünglich hätte Sea Of Class am 16. Mai in den Middleton Stakes das erste Rennen des Jahres bestreiten sollen, nun soll sie am 19. Juni in den Prince of Wales’s Stakes in Ascot ihr Debüt geben.

Siyarafina ist als derzeit beste dreijährige französische Stute ebenfalls eine heiße Kandidatin, schließlich gewannen Stuten sieben der letzten acht Arc-Austragungen, während acht der letzten elf Rennen von dreijährigen Pferden gewonnen wurden. Siyarafina ist nach drei Starts noch ungeschlagen, siegte zuletzt auf Gruppe-I-Ebene im Prix Saint-Alary in Paris-Longchamp. Ob sie die Klasse hat Enable Paroli zu bieten, kann die Aga Khan-Stute am 16. Juni im Prix De Diane unter Beweis stellen.

Sottsass schlug im Prix du Jockey Club 2019 nicht nur den haushohen Favoriten Persian King, er verbesserte die bisherige Rekordzeit des französischen Derbys (Sulamani 2002) um satte drei Sekunden. Trainer Jean-Claude Rouget hatte zuvor bereits erklärt, dass Sottsass sich mit der Zeit weiter verbessern werde. Sollte er damit recht behalten, müsste der Siyouni-Sohn im Arc reale Chancen besitzen. Auch die Tatsache, dass er weichen Boden mag, spricht für ihn, schließlich ist im Oktober die Wahrscheinlichkeit für durchlässiges Geläuf gegeben. Der amerikanische Besitzer Peter Brandt hat bereits bekannt gegeben, dass er mit Sottsass in den Prix de l’Arc de Triomphe 2019 gehen wolle.

Anthony Van Dyck ist als Sieger des Epsom Derbys 2019 natürlich auch ein Kandidat für einen Erfolg im Prix de l’Arc de Triomphe. Die von ihm in Epsom nur knapp bezwungenen Japan, Broome und Sir Dragonet werden ebenfalls von Aidan O'Brien in Irland trainiert. Welches Pferd der Star-Trainer letztendlich in den Arc schickt, entscheidet er gewöhnlich kurzfristig unter Berücksichtigung der Bodenverhältnisse.

Magical, ebenfalls aus dem O'Brien-Stall, belegte im letztjährigen Breeders‘ Cup Turf hinter Enable den 2. Platz. Im Gegensatz zur relativ frischen Enable hatte sie zu diesem Zeitpunkt schon fünf Rennen in den Beinen. Die Galileo-Tochter hat 2019 alle drei Starts gewonnen, zuletzt den Tattersalls Gold Cup.

Waldgeist lief im letzten Jahr im Arc auf den 4. Platz und hat in diesem Jahr bereits den Prix Ganay in Paris-Longchamp gewonnen. Er wird den Arc wohl nicht gewinnen, doch ist dem fünfjährigen Galileo-Sohn aus der Waldlerche, der in den Farben des Gestüts Ammerland läuft, mit all seiner Erfahrung eine Platzierung zuzutrauen. Trainer André Fabre hält mit sieben Siegen den Rekord beim Prix de l’Arc de Triomphe.

Roger Barows gewann das diesjährige japanische Derby völlig überraschend als 91:1 Außenseiter und das auch noch in neuer Rekordzeit. Er hat eine Nennung für Paris und könnte Japans Pferd im Prix de l’Arc de Triomphe 2019 werden. Blast Onepiece, Gewinner des Arima Kinen 2018, ist ein weiterer Kandidat für den Arc, auch wenn sein Start ins neue Jahr nicht gerade gut verlief. Sicher nicht nach Paris reisen werden der Derby-Favorit Saturnalia und die aktuelle Japan Cup-Siegerin Almond Eye.

Amur, Dschingis First, Matchwinner und So Chivalry sind die vier deutschen Pferde, die bisher für den Prix de l’Arc de Triomphe eingeschrieben wurden. Momentan spricht allerdings absolut nichts dafür, dass eines von ihnen einen Platz im Arc finden könnte.

Der Prix de l’Arc de Triomphe gilt als das wichtigste Galopprennen der Welt, es wurde erstmals 1920 ausgetragen.

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