Vorbericht zum Breeders Cup Classic 2018
 pferderennen

Breeders' Cup Classic 2018

3. November 2018 - 2.011 Meter (Sandbahn), Churchill Downs, Louisville, USA

  Pl. Abst.
Alter Kg Trainer Jockey Quote  
  1.
Accelerate 5 57,0 J. Sadler J. Rosario 3,7  
  2. 1 Gunnevera 4 57,0 A. Sano I. Ortiz Jr. 31,8  
  3. 3/4 Thunder Snow 4 57,0 S. bin Suroor C. Soumillon 15,5  
  4. N Yoshida  4 57,0 W. Mott J. Ortiz 15,5  
  5. 2 1/2 Mendelssohn 3 55,0 A. O'Brien R. Moore 14,3  
  6. 1 1/2 Lone Sailor 3 55,0 T. Amoss J. Graham 91,9  
  7. 1 3/4 West Coast  4 57,0 B. Baffert J. Velazquez 7,6  
  8. K Discreet Lover 5 57,0 U. Lewis M. Franco 54,3  
  9. 1/2 Axelrod 3 55,0 M. McCarthy J. Bravo 52,7  
  10. 1 Pavel 4 57,0 D. O'Neill M. Gutierrez 40,7  
  11. 22 Mind Your Biscuits 5 57,0 C. Summers T. Gaffalione 10,1  
  12. H McKinzie 3 55,0 B. Baffert M. Smith 4,9  
  13. 3 3/4 Catholic Boy  3 55,0 J. Thomas J. Castellano 6,1  
  14. 26 Roaring Lion 3 57,0 J. Gosden O. Murphy 20,7  

Vorbericht vom 30. Oktober 2018

Zu einem interessanten Vergleich zwischen Amerika und Europa kommt es beim Breeders' Cup Classic 2018 (22:45 Eurosport) und das obwohl die besten europäischen Pferde normalerweise gar nicht auf Sand antreten. Doch mit dem vierfachen Gruppe-I-Sieger Roaring Lion, dem Dubai World Cup-Gewinner Thunder Snow und Aidan O'Briens Mendelssohn schickt die alte Welt drei starke Hengste in Amerikas höchstdotiertes Pferderennen. Von den einheimischen Startern präsentieren sich gleich mehrere in Hochform. Accelerate durchlebt in fortgeschrittenem Alter eine famose Leistungsexplosion, Catholic Boy gewinnt wie er will auf Sand und Gras und Bob Baffert hat mit McKinzie ein Pferd im Classic, dem alles zuzutrauen ist.

McKinzie galt ursprünglich als bester dreijähriger Hengst des Jahres am Stall von Bob Baffert, verletzte sich im März allerdings am Hinterbein, woraufhin sein Stallgefährte Justify bekanntlich die US-Triple-Crown gewann. Trotz halbjähriger Rennpause setzte sich McKinzie am 22. September in dem mit einer Millionen Dollar dotierten Pennsylvania Derby gegen starke Gegner wie Axelrod, Hofburg und Bravazo durch. Es war sein vierter Sieg im fünften Rennen. Seine einzige Niederlage kassierte er nach einem Zusammenstoß durch Disqualifikation, als er in den San Felipe Stakes eigentlich vor Bolt d'Oro erfolgreich war. Trainer Bob Baffert hat drei der letzten vier Classics gewonnen, auch Jockey Mike Smith war bereits viermal im Breeders' Cup Classic siegreich.

Accelerate führt derzeit den Wettmarkt zum Breeders' Cup Classic 2018 an. Im letzten Jahr hatte er in der Breeders' Cup Dirt Mile nur den 9. Platz belegt, ist nun im Alter von fünf Jahren aber förmlich explodiert. Er gewann 2018 fünf seiner sechs Starts, darunter auf Gruppe-I-Ebene den Santa Anita Gold Cup, die renommierten Pacific Classic Stakes und Ende September auch die Awesome Again Stakes, zweieinviertel Längen vor West Coast. Außerhalb Kaliforniens konnte Accelerate allerdings noch nie gewinnen, er wird in Churchill Downs auf die deutlich härteste Konkurrenz seiner Karriere treffen. Zudem muss er von der äußersten Startbox 14 ins Rennen gehen.

Catholic Boy zählt nach zwei Gruppe-I-Siegen in Folge ebenfalls zu den Favoriten im Breeders' Cup Classic 2018. Im Juli gewann der Dreijährige das Belmont Derby auf Gras, Ende August setzte er sich dann auf Sand in den legendären Travers Stakes vor Mendelssohn durch, dem er 2017 im Breeders' Cup Juvenile Turf noch klar unterlegen war.

Roaring Lion, Drittplatzierter des Epsom Derby 2018, gewann in England und Irland auf der Grasbahn zuletzt vier Gruppe-I-Rennen in Folge. Anders als erwartet tritt der Schimmel nun nicht im Breeder' Cup Turf an. Er soll seiner Stallgefährtin Enable aus dem Weg gehen und stattdessen als letztes Rennen seiner Laufbahn den Breeders' Cup Classic gewinnen. Roaring Lion verfügt womöglich über die höchste Qualität im Classic-Feld, es stellt sich jedoch die Frage, wie er mit dem Sandboden und den engen Kurven amerikanischer Rennbahnen zurechtkommt. Europäische Pferde hatten mit den Bedingungen in den USA häufig Probleme, Trainer John Godsen konnte 2008 mit Raven's Pass den Classic allerdings schon einmal gewinnen.

Thunder Snow muss als aktuellem Sieger des Dubai World Cup 2018 natürlich auch im Breeders' Cup Classic eine Chance eingeräumt werden. Zwar war der diesjährige Dubai World Cup nicht allzu stark besetzt, doch siegte er mit fast sechs Längen vor West Coast. Der ehemalige UAE Derby-Gewinner sah am 29. September im Jockey Club Gold Cup schon wie der Sieger aus, als er auf der Ziellinie noch von Discreet Lover abgefangen wurde. Im Classic wird der in Irland gezogene Thunder Snow vom Belgier Christophe Soumillon geritten werden.

Mendelssohn ist der Nachfolger von Thunder Snow, zumindest was den Sieg im UAE Derby betrifft. Zuvor hatte er in den USA den Breeders' Cup Juvenile Turf über die Meile gewonnen und war daraufhin als Mitfavorit ins Kentucky Derby 2018 gegangen, wo er aber angehalten werden musste. Ende August lief Mendelssohn in den Travers Stakes vier Längen hinter Catholic Boy auf Platz 2 und musste sich Ende September, nach kräftezehrendem Kampf um die Spitze, im Jockey Club Gold Cup mit Rang 3 zufrieden geben. Der vom irischen Star-Trainer Aidan O'Brien vorbereitete Mendelssohn läuft am liebsten ganz vorne, wird sich im Kampf um die Spitze aber mit Accelerate, West Coast und McKinzie auseinandersetzen müssen.

West Coast holte im letztjährigen Breeders' Cup Classic den 3. Platz und schaffte es anschließend im Pegasus World Cup und Dubai World Cup zweimal auf den Ehrenplatz. Nach einer halbjährigen Pause beendete er jüngst die Awesome Again Stakes hinter Accelerate erneut auf dem 2. Platz. In Topform wäre West Coast sicherlich ein Endkampf Kandidat, bei seinen zwölf Starts schaffte er es bislang immer unter die Top 3.

Mind Your Biscuits gilt auf Sand als einer der besten Sprinter der Welt, gewann über 1.200 Meter den Dubai Golden Shaheen schon zweimal. Seit Mitte diesen Jahres versucht sich der fünfjährige Fuchs auch über die 1.818 Meter, blieb in den Whitney Stakes nur hinter Divesify und gewann zuletzt in Churchill Downs ein Listenrennen. Mind Your Biscuits hat viel Speed in seinen Genen. Er könnte von dem zu erwartenden schnellen Rennen profitieren und auf der Zielgeraden aus dem hinteren Teil des Feldes angreifen.

Discreet Lover gewann den Jockey Club Gold Cup als 46:1 Außenseiter, profitierte dabei von einem Rennen, dass durch den Kampf um die Spitze zwischen Mendelssohn und Divesify extrem schnell gemacht wurde. Der größte Erfolg von Discreet Lover war bis dahin ein Sieg in einem Gruppe-III-Rennen gewesen, auch Trainer und Besitzer Uraih Lewis hatte in seiner 30-jährigen Karriere nie ein Gruppe-I-Rennen gewinnen können.

Yoshida hat sich mit dem Gewinn der Woodward Stakes (Gr.1, 1818 m) vor Gunnevera ebenfalls ins Spiel gebracht, es war sein erster Start auf Sandboden überhaupt. Der vierjährige Sohn des japanischen Hengstes Heart's Cry hatte mit den Old Forester Turf Classic Stakes bereits im Mai ein Gruppe-I-Rennen auf Gras gewonnen und anschließend in den Queen Anne Stakes von Ascot über die Meile den 5. Platz belegt, immerhin vor Gegnern wie Recoletos, Rhododendron oder Benbatl.

Der Breeders' Cup Classic ist das letzte und höchstdotierte Rennen der Breeders' Cup World Championships, der bedeutendsten Rennveranstaltung auf dem amerikanischen Kontinent.

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