Vorschau auf das Deutsche Derby 2018
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Deutsches Derby 2018

8. Juli 2018 - 2.400 Meter, 3-jährige Pferde, Hamburg-Horn

Vorbericht vom 15. November 2017

Um diese Jahreszeit hat der Wettmarkt auf den kommenden Derbysieger normalerweise erst wage Konturen angenommen, sein hochüberlegener Erfolg im Preis des Winterfavoriten ließ den Röttgener Erasmus aber schon jetzt zum klaren Favoriten auf den Gewinn des Deutschen Derbys 2018 avancieren. Neben dem Junioren Preis-Gewinner Royal Youmzain und dem Camelot-Sohn Alounak ist die Konkurrenz vermutlich unter Pferden zu suchen, die in ihrem Leben noch keine Rennen bestritten haben, was natürlich einem Stochern im Nebel gleichkommt. Der Ittlinger Sessanto oder Andreas Wöhlers Royal Hawk kämen hierfür in Frage. Angesichts des Entwicklungspotentials sämtlicher nominierter Hengste sind Aussagen zum Deutschen Derby zu diesem Zeitpunkt aber ohnehin mit Vorsicht zu genießen.

Erasmus selbst ist das beste Beispiel zu welchen Entwicklungssprüngen junge Hengste fähig sind. Der Reliable Man-Nachkomme beendete seinen ersten Start noch weit abgeschlagen hinter dem Sieger. Sein zweites Rennen gewann er dann gegen starke Gegner mit fast fünf Längen Vorsprung, bevor er am 15. Oktober den Preis des Winterfavoriten mit sagenhaften acht Längen für sich entschied. Kein Wunder, dass Erasmus, dessen Mutter Enora 2010 den Preis der Diana gewonnen hatte, seit dieser beeindruckenden Vorstellung als Topfavorit auf den Gewinn des Deutschen Derbys 2018 gilt.

Royal Youmzain bezwang Erasmus bei dessen Debüt mit fast sechs Längen, belegte anschließend im Junioren-Preis, hauchdünn geschlagen, den 2. Platz und gewann zuletzt in Mailand das zur Gruppe 2 zählende Premio Gran Criterium. Was dieser Sieg Wert ist, ist schwer zu sagen, im Hinblick auf das Deutsche Derby gehört der Sohn des dreifachen Arc-Zweiten Youmzain natürlich zum engsten Favoritenkreis.

Alounak, als Jährling für 110.000 Euro von Darius Racing ersteigert, kommt schon deshalb als Derbypferd in Betracht, weil sein Vater der englische und irische Derbysieger Camelot ist. Gleich sein erstes Rennen gewann Alounak gegen den späteren Ratibor-Sieger Poldi's Liebling, belegte in einem Listenrennen in Frankreich dann aber nur den 4. Platz. Zurück in Deutschland setzte er sich im Junioren-Preis gegen Royal Youmzain durch und sollte ursprünglich auch im Preis des Winterfavoriten laufen, wurde von seinem Trainer Jean-Pierre Carvalho dann aber vorzeitig in die Winterpause geschickt.

Wild Max war nach seinem beeindruckenden Sieben-Längen-Sieg im Preis des Dortmunder Rennvereins als Favorit in den Preis des Winterfavoriten gegangen, enttäuschte dort jedoch weit geschlagen auf dem 3. Platz. Diese Niederlage sollte man dem von Andreas Wöhler für Australian Bloodstock trainierten Maxios-Sohn nicht zu hart ankreiden, wie gut er wirklich ist wird sich erst im kommenden Jahr zeigen.

Weltstar ist ein Hengst über den man ähnliches sagen kann, denn auch für ihn könnte der letzte Auftritt des Jahres zu spät gekommen sein. Der Soldier Hollow-Sohn aus der Wellenspiel, der wie Erasmus die Farben des Gestüt Röttgen vertritt, hatte sein Debüt in Bremen mit über fünf Längen gewonnen, blieb dann aber am 5. November im Herzog von Ratibor-Rennen als Favorit ohne Moment.

Amur gewann im August seinen bisher einzigen Start vor den späteren Siegern Star Max und Manchester City. Der Rip Van Winkle-Sohn aus dem Stall Nizza galt anschließend als Mitfavorit für den Preis des Winterfavoriten, trat dort aber nicht an. Sein Trainer Peter Schiergen stellte beim Deutschen Derby bereits viermal den Sieger.

Valajani belegte bei seinem Debüt beim Preis des Dortmunder Rennvereins weit hinter Wild Max und Guiri nur den 5. Platz, konnte den Spieß aber umdrehen, als er in Köln den späteren Ratibor-Zweiten Guiri über die Meile auf Platz 2 verwies.

Royal Hawk steht wie Royal Youmzain im Besitz von Jaber Abdullah und wird ebenfalls von Andreas Wöhler trainiert. Auf dem großgewachsenen Teofilo-Sohn ruhen einige Hoffnungen, was sich auch im Wettmarkt zum Deutschen Derby spiegelt, wo der Teofilo-Sohn zum erweiterten Favoritenkreis zählt, obwohl er bislang noch kein Rennen bestritten hat.

Sessanto wird am Wettmarkt hoch gehandelt seit sich Andreas Wöhler über ihn positiv geäußert hat. Der Ittlinger Soldier Hollow-Sohn sollte eigentlich im Herbst sein erstes Rennen bestreiten, wird nun aber erst im kommenden Jahr debütieren.

Miro ist einer von gleich vier für das Deutsche Derby genannten Hengsten aus dem Stall Ullmann. Der Vollbruder des letztjährigen Derby-Sechsten Monreal wird erst im nächsten Jahr sein Debüt geben, sein Vater Peintre Celebre hatte 1997 den Prix de l'Arc de Triomphe gewonnen.

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