Vorschau Deutsches Derby 2019 | Hamburg-Horn
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Deutsches Derby 2019

7. Juli 2019 - 2.400 Meter, 3-jährige Pferde, Hamburg-Horn

Vorbericht vom 7. November 2018

Die wichtigsten deutschen Zweijährigen-Rennen des Jahres sind gelaufen, Gelegenheit sich erste Gedanken über den Ausgang des Deutschen Derbys 2019 zu machen. Natürlich ist zu diesem frühen Zeitpunkt vieles Spekulation, zumal einige der potentiellen Siegkandidaten noch gar keine Rennen absolviert haben. Spektakulär jedenfalls, dass mit Donjah eine Stute zum engsten Favoritenkreis gehört. Zu diesem zählt natürlich auch der Winterfavorit Noble Moon oder der von ihm nur knapp geschlagene Django Freeman. Aus England wurden mehrere interessante Pferde für das 150. Deutsche Derby eingeschrieben, darunter die beiden Gruppe-I-Sieger Royal Marine und Royal Meeting.

Donjah könnte der große Star sein auf den der deutsche Galopprennsport so lange gewartet hat. Die öffentliche Aufmerksamkeit wäre zumindest sicher, sollte eine Stute im Deutschen Derby 2019 gegen die besten Hengste des Landes antreten, und dabei nicht ohne Siegchance sein. Donjahs Auftritte waren bisher jedenfalls recht aufsehenerregend. Beim Debüt in Köln verpasste die Teofilo-Tochter den Start, lief dem Feld hinterher und gewann trotzdem überlegen mit viereinhalb Längen. Beim zweiten Start traf sie dann im Herzog von Rabitor-Rennen auf wirklich gute Gegner, wie den englischen Listensieger Certain Led, Dschingis First oder Accon. Dennoch stand ihr Sieg früh fest, am Ende waren es beeindruckende sechs Längen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Sibelius. Donjah besitzt Nennungen für das Deutsche Derby am 7. Juli und den Preis der Diana am 4. August. Holger Faust, Racing Manager von Darius Racing, erklärte nach dem Rabitor-Rennen, Donja solle ins Deutsche Derby gehen, wenn sie gesund bleibt.

Noble Moon ist wie Donjah nach zwei Starts noch ungeschlagen. Gleich bei seinem Debüt siegte er vor Sibelius und Elegant Man. Im Preis des Winterfavoriten setzte er sich dann, nach langem Kampf, knapp gegen Django Freeman durch. Dass er beide Rennen mit Kampf gewann, zeigt, dass der Sea The Stars-Nachkomme über unbedingten Siegeswillen verfügt. Sein Trainer Peter Schiergen hat das Deutsche Derby bereits fünfmal gewonnen. Allerdings gelang es in der 115-jährigen Geschichte des Winterfavoriten nur neun Siegern später auch das Derby zu gewinnen.

Quian ist ein weiterer Hengst aus dem Asterblüte-Stall von Peter Schiergen, der nach zwei Starts noch unbesiegt ist. Nach seinem Debütsieg in Düsseldorf gewann der Schimmel auch das BBAG Auktionsrennen in München und verwies dabei mit Ladykiller ein Pferd auf den 2. Platz, dass sein Debüt ebenfalls gewonnen hatte. Laut Jockey Andrasch Starke ist Quian ein "reiner Galoppierer, der einen Strich geht", weshalb man den Mastercraftsman-Sohn auch in Zukunft im vordersten Teil des Feldes erwarten darf.

Django Freeman wurde von Noble Moon im Preis des Winterfavoriten nur mit "Kopf" bezwungen, es wäre sein dritter Sieg im dritten Rennen gewesen. Der Campanologist-Sohn hatte sich gleich beim ersten Start in München gegen Quest The Moon durchgesetzt und anschließend in Düsseldorf das mit 52.000 Euro dotierte BBAG Auktionsrennen gewonnen. Django Freeman wird wie Donjah von Henk Grewe in Köln trainiert.

Quest The Moon verlor sein erstes Rennen in München knapp gegen Django Freeman, war dort in der letzten Kurve aber sehr weit nach außen getrieben worden. Beim zweiten Start gewann der Sea The Moon-Sohn dann das Iffezheimer Zukunftsrennen (Gruppe 3). Mit diesem Sieg im Gepäck ging er in Mailand als Favorit ins Gran Criterium (Gruppe 2), wurde dort jedoch von dem in vier Rennen unbesiegten Mission Boy mit "Hals" bezwungen. Eine halbe Länge hinter Quest The Moon belegte Andreas Wöhlers Revelstoke den 3. Platz.

Peppone stand gleich bei seinem ersten Start als 2:1 Favorit am Ablauf, und das, obwohl er es in Hannover mit fünfzehn Gegnern zu tun bekam. Der Pastorius-Sohn aus dem Stall von Andreas Wöhlers gewann dieses Rennen souverän mit vier Längen Vorsprung und gehört nun ebenfalls zum Favoritenkreis des 150. Deutschen Derbys.

Dschingis First gehört anhand seiner bisherigen Ergebnisse nicht unbedingt zum Kreis der Derby-Favoriten. Sein Debüt verlor er mit einer halben Länge gegen Enjoy The Moon, beim zweiten Start landete er sieben Längen hinter Donjah. Dennoch, als Bruder von Dschingis Secret und Destino kann man Dschingis First nicht auslassen. Er war als Jährling für 500.000 Euro von Horst Pudwill ersteigert worden, der nun darauf hofft, dass sein Soldier Hollow-Sohn erst als Dreijähriger zu voller Stärke findet.

Man On The Moon, Sibelius, der noch ungeschlagene Beam Me Up und viele weitere Derby-Hoffnungen werden am Heumarer Trainingsquartier von Markus Klug vorbereitet. Keiner von ihnen konnte bislang durchschlagend überzeugen, doch sollte man nicht vergessen, dass Markus Klug die letzten beiden Deutschen Derbys gewonnen hat. Seine dreijährigen Pferde müssen sich schließlich erst im Juli 2019 in Bestform befinden.

Royal Marine, Royal Meeting und Blue Mountain sind drei Hengste, die aus dem Godolphin-Stall in Newmarket für das Deutsche Derby 2019 genannt worden sind. Royal Marine triumphierte am Arc-Wochenende über die Meile im Prix Jean-Luc Lagardere (Gruppe 1), Royal Meeting gewann mit dem Criterium International in Chantilly ebenfalls auf höchster Ebene. Sollte einer der beiden Hengste am 7. Juli tatsächlich in Hamburg-Horn antreten, hätten die deutschen Dreijährigen einen echten internationalen Prüfstein zu bezwingen.

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