Vorschau Deutsches Derby 2019 | Hamburg-Horn
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Deutsches Derby 2019

7. Juli 2019 - 2.400 Meter, 3-jährige Pferde, Hamburg-Horn

Vorbericht vom 23. Mai 2019

Seit seinem souveränen Sieg in den Bavarian Classics gilt Django Freeman als Favorit auf den Gewinn des 150. Deutschen Derbys. Eine wirklich objektive Einschätzung ist jedoch erst möglich, wenn der Frühjahrs-Preis (2.6.) und das Union-Rennen (10.6.) gelaufen sind. Mit Spannung wird auch das Saisondebüt der "Wunderstute" Donjah erwartet.

Donjah könnte der Star werden, auf den der deutsche Galopprennsport so lange gewartet hat. Die öffentliche Aufmerksamkeit wäre zumindest gesichert, sollte eine Stute im Deutschen Derby 2019 gegen die besten Hengste des Landes antreten und dabei nicht ohne Siegchance sein. Donjahs bisherige Auftritte waren jedenfalls ziemlich Aufsehen erregend. Beim Debüt in Köln verpasste die Teofilo-Tochter den Start, lief dem Feld hinterher und gewann trotzdem mit viereinhalb Längen. Anschließend distanzierte sie im Herzog von Rabitor-Rennen die Hengste auf Gruppe-III-Ebene mit beeindruckenden sechs Längen Vorsprung. Trainer Henk Grewe bestätigte im April erneut, dass Donjahs großes Ziel das Deutsche Derby sei. Ihr geplanter Start ins neue Jahr, am 22. April im Schwarzgold-Rennen, musste allerdings verschoben werden, da sie einen "kleinen Trainingsstopp" einlegen musste. Ihr Jahresdebüt könnte nun am 6. Juni beim Diana-Trial in Berlin stattfinden. Donjah hält auch Nennungen für die Oaks d’Italia am 23. Juni in Mailand und den Preis der Diana am 4. August in Düsseldorf.

Django Freeman, ebenfalls am Stall von Henk Grewe trainiert, ist nach seinem überzeugenden Sieg in den Bavarian Classics die Nummer 1 im Wettmarkt zum Deutschen Derby. Wie am 1. Mai, hatte sich der Campanologist-Sohn auch schon bei seinem Lebensdebüt im Juli letzten Jahres in München gegen Quest The Moon durchsetzen können. Anschließend gewann er in Düsseldorf das mit 52.000 Euro dotierte BBAG Auktionsrennen und unterlag im Preis des Winterfavoriten erst nach langem Kampf mit "Kopf" gegen Noble Moon. Django Freeman wird vor dem Deutschen Derby noch das Union-Rennen in Köln (10. Juni) bestreiten.

Quest The Moon wurde von Django Freeman schon zweimal auf Platz 2 verwiesen, dennoch sollte man den Sea The Moon-Sohn keinesfalls abschreiben. Bei seinem ersten Rennen war er im Schlussbogen weit nach außen abgedriftet und schon vor dem Bavarian Classic hatte Trainerin Sarah Steinberg erklärt, dass dieses Rennen nur als Aufbaustart genutzt werden würde. Im Oktober war Quest The Moon beim Gran Criterium (Gruppe 2) in Mailand von dem späteren Zweitplatzieren des Derby Italiano, Mission Boy, mit "Hals" bezwungen worden. Dass er nicht nur "Zweiter" kann hatte er im September mit dem Gewinn des Iffezheimer Zukunftsrennen bewiesen. Quest The Moon wird am 26. Mai im Prix du Lys in Paris-Longchamp erstmals über die Derby-Distanz laufen.

Winterfuchs war im Derby-Wettmarkt über Winter wenig beachtet worden, was wohl daran lag, dass er im September beim Kölner Junioren Preis, mit halber Länge geschlagen, nur den 3. Platz belegte. Zuvor hatte er sein Debüt auf Anhieb gewonnen und dabei mit Elegant Man, Revelstoke oder Nubius mehrere Pferde hinter sich gelassen, die mittlerweile große Anerkennung genießen. Ins Bewusstsein lief sich der Vertreter der berühmten Ravensberger W-Linie dann Ende April im Dr. Busch-Memorial, wo er von Sibylle Vogt ohne Peitsche geritten, von weit hinten zum Sieg stürmte. Noch ist Winterfuchs zwar nie weiter als 1.700 Meter gelaufen, als Campanologist-Nachkomme müsste er die Derby-Distanz aber stehen können. Vor dem Deutschen Derby wird er in das Union-Rennen gehen. In beiden Rennen soll wieder Sibylle Vogt im Sattel sitzen, die ihn auch im Training reitet.

Laccario verlor sein Debüt als Zweijähriger gegen Quian mit "Kopf", machte nach der Winterpause mit einem imponierenden Sieg über 2.200 Meter in Köln auf sich aufmerksam, wo er deutlich vor Nirvana Dschingis endete. Der Scalo-Sohn aus dem Gestüt Ittlingen tritt am 26. Mai im Düsseldorfer Derby-Trail an, trifft dort erneut auf Nirvana Dschingis und andere starke Dreijährige.

Peppone ist in diesem Jahr noch nicht gelaufen. Bei seinem einzigen Start im Oktober stand er gleich beim Debüt als 2:1 Favorit am Ablauf und das, obwohl er es in Hannover mit fünfzehn Gegnern zu tun bekam. Der Pastorius-Sohn, wie Laccario von Andreas Wöhlers trainiert, gewann dieses Rennen souverän mit vier Längen Vorsprung und gilt seither als heißer Derby-Kandidat. Er wird am 2. Juni beim Iffezheimer Frühjahrs-Preis in die Saison starten, wo er von Bauyrzhan Murzabayev geritten wird, der sich derzeit in überragender Form befindet. Kaum zu glauben, Peppone wäre der erste Schimmel, der das Deutsche Derby gewänne.

Nubius, Sohn des siebenfachen Gruppe-I-Siegers und Arc-Gewinners Dylan Thomas, gewann Ende März sein Jahresdebüt in Düsseldorf. Der Sieg wurde ihm jedoch wegen einer Behinderung nachträglich aberkannt. Seinen ersten Sieg feierte er einen Monat später an gleicher Stelle, bezwang dort den ebenfalls hoch eingeschätzten Surely Motivated. Anschließend war er in einem Rennen gegen ältere Gegner ohne Chance, was zu diesem frühen Zeitpunkt im Jahr aber wenig verwundert. Trainer Peter Schiergen hat das Deutsche Derby schon fünfmal gewonnen.

So Chivalry gehörte nach seinem beeindruckenden Lebensdebüt zum engsten Favoritenkreis, er hatte sich am Ostermontag in Köln gegen ein gut besetztes Feld durchsetzen können. Der zweite Start verlief dann jedoch enttäuschend. In Hannover schaffte es der Camelot-Sohn als 14:10 Favorit nur auf den 2. Platz. Dass man im Gestüt Schlenderhan dennoch eine hohe Meinung von ihm hat, zeigt seine Nennung für den Prix de l'Arc de Triomphe. Er kann nun im Union-Rennen zeigen, was wwirklich in ihm steckt.

Quian, ein weiterer Schimmel, hatte als Zweijähriger beide Starts gegen starke Konkurrenten gewonnen, enttäuschte beim Jahresdebüt im Bavarian Classic jedoch auf dem letzten Platz. Jockey Andrasch Starke hatte Quian als "reinen Galoppierer, der einen Strich geht" beschrieben. In München schaffte er es, von der Außenbox startend, nicht an die Spitze, weshalb man diesen Ausrutscher nicht überbewerten sollte. Sein Engagement im Düsseldorfer Derby-Trail wird hier Aufschluss bringen.

Royal Meeting hat eine Nennung für das Deutsche Derby 2019 und würde wahrscheinlich als Favorit ins Rennen gehen, sollte er wirklich in Hamburg antreten. Der in Newmarket von Saeed bin Suroor trainierte Godolphin-Hengst ist nach zwei Rennen noch ungeschlagen, setzte sich Ende Oktober in Chantilly im Criterium International (Gruppe 1) durch, ist 2019 allerdings noch gar nicht gelaufen. Er hat auch Nennenungen für das Epsom Derby und den Prix du Jockey Club. Sein Start würde dem Deutschen Derby fraglos gut zu Gesicht stehen, schließlich ist der Gruppe-I-Status des Rennens gefährdet.

Nayef Road ist ein weiterer für das Deutsche Derby genannter Hengst aus Großbritannien, dessen Start realistischer erscheint. Der von Mark Johnston trainierte Galileo-Sohn wurde Anfang Mai in der Racing Post unter "12 horses to follow" erwähnt, sein Auftritt in den Dante Stakes am 16. Mai in York endete auf dem 6. Platz. Er hat auch eine Nennung für die am 6. Juli stattfindenden Eclipse Stakes.

Privilegiado ist aus dem norwegischen Stall von Niels Petersen eingeschrieben. Der Sea The Moon-Sohn hat in Norwegen drei seiner vier Starts gewonnen und soll am 16. Juni in den dortigen Guineas antreten. Ob man ihn dann tatsächlich ins Deutsche Derby schickt oder das Norsk Derby vorzieht, wird sich zeigen.

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Bedeutende Derby-Vorprüfungen:

  Pl. Abst.
Kg Jockey Quote  
 





 
  01.05.2019 - München: Bavarian Classic

 
  2.000 m, 55.000 € - Boden: gut


 
  1.
Django Freeman 58  L.Delozier 2.8   
  2. 1.5 Quest The Moon 58  P.Cosgrave 4.7   
  3. 1.25 Dschingis First 58  A.de Vries 7.1   
  4. 0.2 Amiro 58  A.Pietsch 24.4   
  5. 0.75 Accon 58  Jiri Palik 15.9   
  6. 0.3 Beam Me Up 58  M.Seidl 10.3   
  7. 2 Enjoy The Moon (IRE) 58  F.Minarik 16.4   
  8. 3 Quian 58  A.Starke 4.5   
 





 
  28.04.2019 - Krefeld: Dr. Busch-Memorial, Gr III
 
  1.700 m, 55.000 € - Boden: gut


 
  1.
Winterfuchs 58  S.Vogt 11.4   
  2. 0.3 Moonlight Man 58  A.de Vries 11.4   
  3. 0.3 King 58  R.Piechulek 7.2   
  4. 3.25 Sibelius 58  M.Pecheur 14.1   
  5. 0.3 Noble Moon 58  F.Minarik 3.4   
  6. 0.1 Barys (GB) 58  J.Mitchell 17.6   
  7. 1.75 Man On The Moon 58  M.Seidl 11.2   
  8. 0.75 Nubbel 58  Jiri Palik 35.7   
  9. 1 Hot Team (IRE) 58  P.Cosgrave 4.0   
  10. 2.5 Lacento (IRE) 58  B.Murzabayev 11.6   
 





 
 

2018:



 
 





 
  04.11.2018 - Krefeld: Herzog von Ratibor-Rennen, Gr III
 
  1.700 m, 55.000 € - Boden: gut


 
  1.
Donjah 55,5  L.Delozier 35  
  2. 6 Sibelius 57  A.Helfenbein 175  
  3. 1 Dschingis First 57  M.Pecheur 50  
  4. 2.5 Accon 57  R.Piechulek 69  
  5. 1.25 Manx (IRE) 57  M.Cadeddu 386  
  6. 0.75 Certain Lad (GB) 58  C.Bishop 27  
  7. 3.5 Jeck Yeah (FR) 57  B.Murzabayev 249  
  8. 1 Zerostress 57  A.Best 141  
  9. 4.5 Say Good Buy 57  A.Starke 88  
 





 
  14.10.2018 - Köln: Preis des Winterfavoriten, Gr III
 
  1.600 m, 155.000 € - Boden: gut


 
  1.
Noble Moon 58  A.Starke 46  
  2. 0.2 Django Freeman 58  L.Delozier 27  
  3. 3 Man On The Moon 58  F.Veron 60  
  4. 2.5 Rip Van Lips  58  A.Pietsch 91  
  5. 1.75 Sibelius 58  M.Pecheur 136  
  6. 0.75 Moonlight Man 58  A.de Vries 50  
  7. 1.5 Bristano  58  F.Minarik 123  
  8. 13 Wilder 58  M.Seidl 124  
 





 
  22.09.2018 - Köln: Junioren-Preis - Liste

 
  1.600 m, 25.000 € - Boden: gut


 
  1.
Ill Have Another  56,5  I.Mendizabal 21  
  2. 0.5 Moonlight Man 57  M.Pecheur 82  
  3. 0.05 Winterfuchs 57  J.Bojko 33  
  4. 1.75 Andersson 57  M.Seidl 40  
  5. 0.75 Zerostress 57  A.Starke 69  
 





 
  09.09.2018 - Düsseldorf: BBAG Auktionsrennen
 
  1.400 m, 52.000 € - Boden: gut


 
  1.
Django Freeman 58  R.Piechulek 32  
  2. 3.5 Accon 57  A.Helfenbein 118  
  3. 0.5 Richelieu 57  F.Minarik 96  
  4. 0.05 Say Good Buy 57  A.Starke 155  
  5. 1.5 Alaska Wolf 57  S.Hellyn 118  
  6. 0.05 Sibelius 57  A.de Vries 30  
  7. 1.25 Best Spirit  57  A.Pietsch 209  
  8. 1.75 Sarino 57  M.Casamento 118  
  9. 1.25 Nextwave  57  B.Ganbat 219  
  10. 0.1 Nubbel 57  M.Cadeddu 205  
  11. 3 Nicco  57  N.Polli 221  
  12. 0.5 Persepolis 57  E.Pedroza 156  
 





 
  02.09.2018 - Baden-Baden: Zukunftsrennen - Gr III
 
  1.400 m, 55.000 € - Boden: gut


 
  1.
Quest The Moon 58  O.Murphy 73  
  2. 0.3 Ill Have Another  56,5  J.Fanning 42  
  3. 0.3 Peace Of Paris 56,5  A.de Vries 33  
  4. 1.5 Sharoka  56,5  M.Seidl 106  
  5. 0.2 Rip Van Lips  58  A.Pietsch 126  
  6. 1.25 Man On The Moon 58  A.Starke 38  
  7. 6 Kilbarchan 56,5  F.Norton 81  
  8. 2 Molly Massimo 58  F.Minarik 165  
 





 
  30.07.2018 - Köln: BBAG Auktionsrennen

 
  1.300 m, 52.000 € - Boden: gut


 
  1.
Man On The Moon 58  A.de Vries 20  
  2. 0.1 Satomi 54  M.Seidl 80  
  3. 4.5 Sibelius 56  M.Pecheur 114  
  4. 2.25 Ilvy (USA) 54  B.Murzabayev 255  
  5. 0.5 Say Good Buy 56  A.Starke 128  
  6. 0.75 Accon 56  A.Helfenbein 98  
  7. 1.75 Best Spirit  56  A.Pietsch 135  
  8. 0.75 Persepolis 56  E.Pedroza 81  
  9. 1 Double Or Quits 54  M.Cadeddu 453  
  10. 1.5 Choupette  54  S.Koyuncu 265  
  11. 0.3 Latino 56  J.Bojko 185  
  12. 4 Nicole 54  F.Minarik 402  
  13. 0.3 Alter Poseidon 56  S.Hellyn 470  
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