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Dubai World Cup 2017

25. März 2017 - 2.000 Meter, Meydan, Vereinigte Arabische Emirate

Vorbericht vom 20. Februar 2017

Arrogate, fraglos bestes Rennpferd der Welt, wird wahrscheinlich nicht am Dubai World Cup teilnehmen, Titelverteidiger California Chrome hat seine Karriere beendet, von einer Weltmeisterschaft kann so eigentlich nicht die Rede sein. Da die zweite Reihe der Sandbahnspezialisten nun aber unter sich sein wird, dürfte der Dubai World Cup 2017 eine äußerst ausgeglichene und spannende Angelegenheit werden.
Mike De Kocks Vorjahreszweiter Mubtaahij wird am 25. März voraussichtlich zu den engsten Favoriten gehören. Seine schärfsten Konkurrenten kommen wie gewöhnlich aus Nordamerika, namentlich der Pegasus World Cup-Zweite Shaman Ghost, Dortmund, Gun Runner und Hoppertunity. Aus Japan soll der letztjährige UAE-Derby-Sieger Lani anreisen. Chile könnte von der Stute Furia Cruzada vertreten werden, die gleich bei ihrem ersten Auftritt in Dubai für Furore sorgte.

Dem Dubawi-Sohn Mubtaahij war im Frühjahr 2015 eine ganz große Zukunft vorausgesagt worden, nachdem er das UAE-Derby in Meydan mit acht Längen Vorsprung gewonnen hatte. Die nachfolgenden Auftritte, nicht nur im Kentucky Derby 2015, waren dann aber so enttäuschend, dass man ihm beim Dubai World Cup 2016 nur wenig zutraute, den er als 16:1 Außenseiter aber mit Rang 2 hinter California Chrome abschloss. Seine anschließenden Starts in den USA waren danach wieder weniger erfolgreich, seinen bislang letzten Auftritt beendete er Anfang Oktober in den Jockey Club Gold Cup Stakes acht Längen hinter Hoppertunity. Mubtaahijs südafrikanischer Trainer Michael de Kock hat bereits viermal versucht den Dubai World Cup zu gewinnen, bisher noch ohne Erfolg.

Auch Dortmund hatte man als Dreijährigem eine große Zukunft zugetraut, immer wieder scheiterte der Big Brown-Nachkomme aber an großen Gegnern wie California Chrome oder American Pharoah. So auch im Kentucky Derby, wo er immerhin deutlich vor Mubtaahij blieb. Zuletzt versuchte man den besten Pferden aus dem Weg zu gehen, schickte Dortmund nicht in den Breeders' Cup Classic (2.012 m), sondern in die Breeders' Cup Dirt Mile, wo er als 1,70 Favorit aber nur Vierter wurde.

In der BC Dirt Mile endete Gun Runner knapp eine Länge vor Dortmund, gewann anschließend das Clark Handicap vor Shaman Ghost und Hoppertunity, was den Drittplatzierten des Kentucky Derby 2016 im Dubai World Cup zu einem heißen Anwärter macht. Den Pegasus World Cup musste der Steve Asmussen-Schützling auslassen, da zu diesem Zeitpunkt sein Stall in Fair Grounds unter Quarantäne stand. Am 20. Februar gab der Candy Ride-Sohn sein Jahresdebüt im Razorback Handicap in Oaklawn, von wo er direkt nach Dubai reisen soll.

Shaman Ghost zeigte im Januar bei seinem 2. Platz im Pegasus World Cup eine ganz starke Leistung. Noch im September hatte der Ghostzapper-Nachkomme in Saratoga die Woodward Stakes mit einem Kopf vor Mubtaahij gewonnen, dem er zuvor aber im Suburban Handicap unterlegen war. Ob der Kanadier aber überhaupt nach Dubai reisen wird ist längst nicht sicher.

Hoppertunity beendete den letztjährigen Dubai World Cup eine dreiviertel Länge hinter Mubtaahij auf Platz 3. Zuhause in den USA lief es anschließend weniger gut, bis auf den erwähnten Sieg im Jockey Club Gold Cup konnte er keine Akzente setzen, war auch im Breeders' Cup Classic 2016 ohne Chance. Wie Dortmund wird Hoppertunity von Bob Baffert trainiert, der den Dubai World Cup bereits 1998 mit Silver Charm und 2001 mit Captain Steve gewinnen konnte.

Der in Dubai trainierte Special Fighter machte im Vorjahr auf sich aufmerksam, als er als 15:1 Außenseiter den wichtigsten World Cup Trial, das Al Maktoum Challenge R3, gewann. Auch im Dubai World Cup selbst blieb er auf 4. Platz nicht weit geschlagen, was ihn in diesem Jahr zu einem Sieganwärter macht. Der Teofilo-Sohn hat seit dem Dubai World Cup keine Rennen mehr bestritten.

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Furia Cruzada überraschte Anfang Februar auf der Bahn in Meydan, als sie als 19:1 Außenseiterin den World Cup-Trial Al Maktoum Challenge R2 gewann. Bevor sie letztes Jahr zu John Gosden nach Newmarket gewechselt war, hatte die chilenische Stute bereits in Südamerika drei Gruppe-I-Rennen gewonnen, davon zwei in Argentinien. In Europa war die Fünfjährige vorwiegend auf Gras eingesetzt worden. Der Wechsel zu Trainer Erwan Charpy und damit auf die Sandbahn hat ihr offensichtlich nicht geschadet. Mit Invasor (2007) und Glória de Campeão (2010) konnten bereits zwei Pferde aus Südamerika den Dubai World Cup gewinnen.

Hokko Tarumae nahm an den letzten drei Austragungen des Dubai World Cups teil, leider ohne nennenswerten Erfolg. Der inzwischen achtjährige Hengst soll auch in diesem Jahr antreten und könnte diesmal Unterstützung aus seiner japanischen Heimat erhalten.
Der Schimmel Lani zeigte im letzten Jahr, dass ihm die Bahn in Meydan liegt, gewann überraschend das UAE-Derby. Sein anschließender Ausflug zum Kentucky Derby 2016 war mit Platz 9 wenig erfolgreich. Auch seine jüngsten Auftritte in Japan waren enttäuschend. In Japans wichtigstem Sandbahnrennen, dem Champions Cup, belegte er im Dezember erneut nur Platz 9.
Awardee wurde im Champions Cup als klarer Favorit hauchdünn bezwungen. Auch der siebenjährige Hengst, wie Lani im Besitz von Koji Maeda, wird mit einer Teilnahme am Dubai World Cup in Zusammenhang gebracht.

Weitere Informationen über den Dubai World Cup

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