Vorschau: Dubai World Cup 2019
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Dubai World Cup 2019

30. März 2019 - 2.000 Meter, Meydan, Vereinigte Arabische Emirate

Vorbericht vom 1. Februar 2019

Wie in jedem Jahr, so werden sich auch 2019 wieder einige der besten US-amerikanischen Rennpferde auf die Reise nach Dubai begeben, um ihr Glück im mit 12 Millionen US-Dollar höchstdotierten Pferderennen der Welt zu versuchen. Der Favorit kommt in diesem Jahr aber aus dem heimischen Godolphin Stall. Häufig unterschätzt, traut man Thunder Snow zu, seinen Titel zu verteidigen. Er wäre der erste, der den Dubai World Cup zweimal gewänne.

Thunder Snow gewann den Dubai World Cup 2018 mit fast sechs Längen Vorsprung, und das, obwohl er nicht einmal zu den Topfavoriten gehört hatte. Trotz dieses Sieges ging er auch im November in den USA nur als 16:1 Außenseiter in den Breeders' Cup Classic 2018, belegte dort dennoch einen starken 3. Platz. Dass der Helmet-Sohn mit der Sandbahn in Dubai bestens zurecht kommt, zeigte er bereits 2017 beim Gewinn des UAE-Derbys. Zuvor hatte er in Frankreich mit dem Critérium International sogar ein Gruppe-I-Rennen auf Gras gewonnen. Trainer Saeed bin Suroor verordnete Thunder Snow nach dem Breeders' Cup eine wohlverdiente Ruhepause, er soll erst Anfang März auf die Rennbahn zurückkehren. Am 9. März wird wohl das Al Maktoum Challenge Round 3 zur Vorbereitung auf den Dubai World Cup genutzt werden.

McKinzie, Enkelsohn des Dubai World Cup-Gewinners Street Cry, ist die Hoffnung am Stall von Bob Baffert, einem amerikanischen Trainer, der den Dubai World Cup bereits dreimal gewonnen hat, immer mit ebenfalls vierjährigen Pferden. Schon zu Beginn des letzten Jahres hatte Baffert über McKinzie vom besten Pferd im Stall gesprochen, der dann jedoch ein halbes Jahr verletzt pausieren musste. Beim Comeback gewann McKinzie das mit einer Millionen Dollar dotierte Pennsylvania Derby, erwischte als Mitfavorit im Breeders' Cup Classic aber einen rabenschwarzen Tag. Dass er es kann zeigte er Ende Dezember beim Gewinn der Malibu Stakes, einem Rennen in dem auch Silver Charm triumphiert hatte, bevor er 1998 den Dubai World Cup gewann.

Seeking The Soul ist ein weiterer amerikanischer Hengst dem der Sieg im Dubai World Cup zuzutrauen ist. Er belegte am 26. Januar im mit 9 Millionen US-Dollar dotierten Pegasus World Cup den 2. Platz, obwohl er unterwegs behindert worden war. Der Sechsjährige lief bereits im November in der Breeders' Cup Dirt Mile hinter City Of Light auf Rang 2. Trainer Dallas Stewart ist zuversichtlich, dass Seeking The Soul im Dubai World Cup eine Chance hat, allerdings ist sein Hengst in den letzten zweieinhalb Jahren nie weiter als 1.818 Meter gelaufen.

Yoshida ist ein ganz spezieller Fall, denn der fünfjährige Sohn des japanischen Hengstes Heart's Cry läuft normalerweise auf Gras, schaffte es letztes Jahr in den Queen Anne Stakes von Ascot sogar auf den 5. Platz. Dennoch trat er im Breeders' Cup Classic auf Sandboden an und war dabei mit einer "Nase" hinter Thunder Snow gar nicht weit geschlagen. Zuletzt versuchte man es beim Pegasus World Cup Turf wieder auf Gras, wurde aber nur Sechster. Schon vor diesem Rennen hatte sein amerikanischer Trainer Bill Mott angekündigt den Dubai World Cup anzusteuern und es dann wieder auf Sand zu probieren.

North America hatte Thunder Snow im letzten Jahr beim Al Maktoum Challenge Round 3 mit über fünf Längen distanziert und dabei einen neuen Bahnrekord in Meydan über 2.000 Meter aufgestellt. Daraufhin war er als zweiter Favorit in den Dubai World Cup gegangen, wo er dann aber Letzter wurde. Im gesamten restlichen Jahr 2018 bestritt North America kein Rennen mehr. Der inzwischen siebenjährige Dubawi-Sohn, von Satish Seemar in Dubai trainiert, zeigte sich erst wieder am 10. Januar, gewann auf Anhieb das Al Maktoum Challenge R1 und wird seither auch wieder im Dubai World Cup-Wettmarkt hoch gehandelt.

Le Vent Se Leve könnte die Interessen Japans im Dubai World Cup vertreten. Der Vierjährige käme als frischer Sieger des Champions Cup, des ehemaligen Japan Cup Dirt, nach Dubai. Zuvor hatte er bereits das Japan Dirt Derby und die Mile Championship Nambu Hai gewonnen.

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