Vorschau Epsom Derby 2019
 Epsom Derby 2019

Epsom Derby 2019

1. Juni 2019 - 2.423 Meter, Epsom Downs, England

Vorbericht vom 5. Dezember 2018

Too Darn Hot ist bereits als zweijähriger Hengst ein ganz großer Star im britischen Galoppsport. Nach vier Siegen aus vier Rennen gilt der John Gosden-Schützling nicht nur als Favorit für das 240. Epsom Derby, er zählt sogar zum engsten Favoritenkreis des Prix de l’Arc de Triomphe. Wie sehr man sich in einem solchen, noch in der Entwicklung befindlichen, Topfavoriten täuschen kann, konnte man erst im letzten Jahr bei Saxon Warrior miterleben.

Too Darn Hot ließ nach Siegen auf Gruppe III und Gruppe II Niveau im Oktober einen beeindruckender Erfolg in den Dewhurst Stakes von Newmarket (Gruppe 1, 1.408m) folgen, wo er mit Advertise und Anthony Van Dyck gleich zwei Gruppe-Sieger bezwang. Seither gilt der Dubawi-Sohn als Favorit für die 2.000 Guineas und das Epsom Derby. Seine Mutter Dar Re Mi war wie er auch von John Gosden trainiert worden. Sie gewann drei Gruppe-I-Rennen zwischen 2.000 und 2.414 Metern, weshalb man davon ausgehen kann, dass Too Darn Hot über die notwendige Ausdauer für das Epsom Derby verfügt.

Quorto ist wie Too Darn Hot noch ungeschlagen. Auch er ist ein Sohn von Dubawi und besiegte Anthony Van Dyck ebenfalls in einem Gruppe-I-Rennen. Wie sein Vater, der 2005 die irischen 2.000 Guineas gewann und im Epsom Derby Dritter wurde, setzte sich auch Quorto in den National Stakes im irischen Curragh durch. Doch obwohl auch seine Mutter Volume als Epsom Oaks Dritte Kondition mitbringt, ist sein Trainer, der letztjährige Derbygewinner Charlie Appleby, nicht ganz davon überzeugt, dass Quorto im Epsom Derby laufen wird. Appleby will sich zunächst auf die 2.000 Guineas konzentrieren und von dort aus weitersehen.

Anthony Van Dyck steht am Epsom Derby-Wettmarkt in den Top 3, obwohl er als Zweijähriger bereits Too Darn Hot und Quorto unterlag. Dem Galileo-Sohn traut man zu sich über Winter gut zu entwickeln, vor allem was längere Distanzen angeht. Auch sein Trainer Aidan O’Brien steht für Erfolg, schließlich gewann der vier der letzten sieben Epsom Derbys. Anthony Van Dyck hat bereits die Erfahrung von sieben Rennen in den Beinen, trat zuletzt sogar in den USA an, wo er den Breeders' Cup Juvenile Turf aber nur auf Platz 9 beendete.

Madhoom ist ein weiterer noch ungeschlagener Hengst aus Irland. Der Dawn Approach-Sohn gewann in seiner Heimat beide bisherigen Starts, bezwang in den Champions Juvenile Stakes (Gr.2, 1.609 Meter) den Hengst Broome klar, der wiederum anschließend im zu Gruppe 1 zählenden Prix Jean-Luc Lagardère in Paris nur mit Hals geschlagen wurde. Trainer Kevin Prendergast und Besitzer Scheich Hamdam Al Maktoum hatten sich nach dem Erfolg in Dublin dafür entschieden Madhoom keinen weiteren Start als Zweijährigen zu geben, stattdessen 2019 in den Klassikern anzugreifen.

Magna Grecia gehört als Sieger der Vertem Futurity Trophy in Doncaster, der ehemaligen Racing Post Trophy, zwangsläufig zum Favoritenkreis für das englische Derby. Der ebenfalls von Aidan O’Brien trainierte Invincible Spirit-Sohn war zuvor in den Autumn Stakes von Newmarket nur dem französischen Hengst Persian King unterlegen.

Japan, Norway, Mount Everest und Mohawk sind weitere stark eingeschätzte Hengste aus dem Stall von Aidan O’Brien, der wie seit Jahren üblich einen Großteil der für das Epsom Derby genannten Pferde stellt und wie üblich handelt es sich dabei zumeist um Nachkommen von Galileo, so auch bei diesen vier.

Das Epsom Derby gehört zu den bedeutendsten Pferderennen der Welt. Es wurde erstmals 1780 auf dem Epsom Downs Racecourse ausgetragen und findet in diesem Jahr zum 240. Mal statt. Wie in jedem Jahr werden sich rund 100.000 Besucher zu Großbritanniens höchstdotiertem Pferderennen einfinden.



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