pferderennen

Großer Preis von Baden 2014

7. September 2014 - 2.400 Meter, 3-jährige und ältere Pferde, Iffezheim

Pl. Abst.
Kg Trainer Jockey Quote
1.
Ivanhowe 60 J.P. Carvalho F. Minarik 11,6
2. 3 Sea The Moon 56 M. Klug C. Demuro 1,5
3. 2 Night Wish 60 W. Figge A. Pietsch 34,9
4. 1 1/2 Giant's Cauldron 56 P. Schiergen A. Helfenbein 39,5
5. 1/2 Sirius 56 A. Löwe S. Hellyn 9,2
6. 1 Berlin Berlin 58,5 M. Klug F. Tylicki 24,1
7. 3 1/2 Lucky Lion 56 A. Löwe I. Mendizabal 6,2
8. 3/4 Iniciar 60 J.P. Carvalho G. Pardon 48,7
9. 3 Lucky Speed 60 P. Schiergen A. de Vries 14,5
10. 3 1/2 Amonit 60 J. Hirschberger A. Crastus 46,9
11. 6 Terrubi 60 A. Wöhler E. Pedroza 11,4

Vorbericht vom 5. September 2014

Für den noch ungeschlagenen dreijährigen Derbysieger Sea The Moon wird es das erste Aufeinandertreffen mit der älteren Konkurrenz, wenn am 7. September der Große Preis von Baden zum 144sten Mal zur Austragung kommt. Gegen ausländische Gäste wird er sich dann zwar nicht messen können, doch auch die Gegnerschaft aus dem Inland kommt alle Mal als Härtetest für einen Start beim Prix de l’Arc de Triomphe in Frage.

In den letzten Wochen war viel über den Gesundheitszustand von Sea The Moon spekuliert worden, am Sonntag wird Deutschlands große Galopphoffnung aber so oder so den Mittelpunkt des nationalen und internationalen Medieninteresses bilden. Und natürlich wird der Schützling des derzeit erfolgreichsten deutschen Trainers Markus Klug uneingeschränkt in der Favoritenrolle stehen, auch wenn Klug erklärte, dass Sea The Moon noch nicht ganz bei hundert Prozent sei, da sein Schwerpunkt ja auf einem Start beim Arc im Oktober liege. Weil Weltklassejockey Christophe Soumillon verhindert ist, wird Cristian Demuro am Sonntag auf Sea The Moon sitzen und ihn wahrscheinlich zügig an die Spitze des Feldes führen, von wo aus er seine bisherigen vier Auftritte Start-Ziel gewonnen hatte.

Starke Konkurrenz kommt vom Sieger des Deutschen Derbys 2013 Lucky Speed, der nach einer fast einjährigen Verletzungspause in diesem Jahr die Erwartungen noch nicht erfüllen konnte, in Topform aber ein echter Gegner für Sea The Moon wäre.

Ähnliches gilt auch für den Soldier Hollow-Sohn Ivanhowe. Er war letztes Jahr als Favorit ins Derby gegangen, dort aufgrund einer Verletzung aber nur auf Rang 8 gelandet. Nach zehnmonatiger Pause kehrte er dann mit einem Sieg im Gerling-Preis zurück, enttäuschte Anfang Juni aber als Favorit im stark besetzten Grand Prix de Chantilly und ist seither nicht mehr angetreten.

Eine der ganz großen Entdeckungen des diesjährigen deutschen Derbyjahrgangs ist fraglos Andreas Löwes Lucky Lion. Er konnte nicht nur in den klassischen Derby-Vorprüfungen beeindruckende Siege erzielen, sondern gewann Ende Juli auch den Großen Dallmayr-Preis in München über 2.000 Meter vor dem international hoch eingeschätzten Noble Mission. Trotz der imponierenden Auftritte des Speedpferdes gibt es bei Lucky Lion jedoch Bedenken bezüglich seines Stehvermögens, beim Deutschen Derby 2014 war er über die 2.400 Meter jedenfalls elf Längen hinter Sea The Moon auf Platz 2 durchs Ziel gegangen.

Mit Sirius hat Andreas Löwe noch einen weiteren nicht zu unterschätzenden Dreijährigen am Start. Der hatte vor vier Wochen den Großen Preis von Berlin über 2.400 Meter vor der Stute Berlin Berlin und Lucky Speed gewonnen.

Andreas Wöhler hat Terrubi nachgenannt, der anschließend beim Melbourne Cup in Australien starten soll. Der Sohn von Dalakhani hatte sich erst im Juli beim Prix Maurice de Nieuil über 2.800 Meter gegen Pferde wie Brown Panther, Going Somewhere oder Seismos durchsetzen können.

Auch Trainer Jean-Pierre Carvalho hat mit Inicar neben Ivanhowe ein zweites Pferd gemeldet. Der Galileo-Sohn enttäuschte bislang regelmäßig, wurde auch beim Großen Preis von Berlin nur Achter, ist aber als „Frontrunner“ bekannt und könnte sich so mit Sea The Moon einen Kampf um die Führung liefern, was sicherlich eine interessante Konstellation wäre.

Alles in Allem muss man sagen, will Sea The Moon die extrem hohen in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen, er gilt derzeit als Favorit beim Prix de l’Arc de Triomphe, muss er den Großen Preis von Baden gewinnen, ansonsten dürfte es für ihn im Oktober in Paris äußerst schwierig werden.


Der Große Preis von Baden wird seit 1858 ausgetragen und ist das international am höchsten eingestufte Galopprennen Deutschlands. Der Gewinner ist automatisch für den Breeders' Cup Turf und den Japan Cup qualifiziert.


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