Vorbericht zum Deutschen Traber Derby 2015
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Deutsches Traber-Derby 2015

2. August 2015 - 1.900 Meter, 3-jährige inländische Pferde, Berlin-Mariendorf

Pl. Nr.
Zeit Fahrer Quote
1. 5 Ferrari Kievitshof 01:12,7 R. Bakker 26
2. 8 Friendship Newport 01:13,2 J. Borgh 941
3. 11 Raffaelo Diamant 01:13,3 M. Nimczyk 376
4. 7 Falcon Dragon 01:13,6 H. Langeweg jun. 192
5. 4 Tokay 01:13,7 G. Biendl 349
6. 12 Ingmar Flevo 01:14,3 M. Schmid 538
7. 10 Ivo 01:14,5 D. Spangenberg 999
8. 2 Cash Hanover 01:16,6 T. Tietz 21
1 Halva Von Haithabu disq. T. Panschow 98
3 Flashback disq. A. Mollema 91
6 Nikkei disq. H. Wewering 60
9 Fox Dragon disq. M. Esper 238

Vorbericht vom 23. Juli 2015

Nach 27 Jahren könnte der Sieger des Deutschen Traber-Derbys wieder aus Berlin kommen. Der von Thorsten Tietz gefahrene Cash Hanover schnappte sich bereits das Adbell-Toddington und das Buddenbrock-Rennen, was ihn zwangsläufig zum Favorit auf den Gewinn des "Blauen Bandes" macht.
Sein schwerster Gegner wird in dem von Paul Hagoort trainierten Ferrari Kievitshof vermutet, der hochrangige Dreijährigenkonkurrenz im Buddenbrock-Trail von Gelsenkirchen in den Schatten stellte und zuvor in Wolvelga schon eine Zeit von 1:13,6 gelaufen war.
Von den restlichen Kandidaten drängt sich keiner ausdrücklich auf. Sie müssten sich deutlich steigern oder auf einen günstigen Rennverlauf hoffen, wollen sie das 120. Deutsche Traber-Derby für sich entscheiden.

Sechs der letzten acht Derbysieger waren zuvor im Adbell-Toddington-Rennen erfolgreich, da wundert es kaum, dass Cash Hanover als Topfavorit ins Derby geht. Hatte er das Adbell-Toddington-Rennen noch mit einer Bummeltaktik von der Spitze aus gewonnen, siegte er im Buddenbrock-Rennen von der Außenspur in einer Rekordzeit von 1:12,6. Die deutsche Dreijährigen Bestzeit über die Mitteldistanz hatte bis dahin der spätere Prix d'Amérique-Sieger Abano As gehalten. Da fällt es schwer sich vorzustellen, dass einer seiner bisherigen Gegner ihn im Derby bezwingen könnte.
Mitte April war Cash Hanover im Adbell-Toddington-Trial im Duell mit Flashback auf der Zielgeraden ins Galoppieren geraten und auch im Buddenbrock-Rennen sah sein Laufen nicht immer astrein aus. Sollte er am 5. August gewinnen, wäre er der erste Berliner Derbysieger seit Tornado Hanover 1988.

Allzu häufig hat sich Ferrari Kievitshof noch nicht in der Öffentlichkeit präsentiert, dennoch sehen die Buchmacher ihn auf Augenhöhe mit Cash Hanover. Seine Anfang Juni in Wolvega über 2.100 Meter gelaufene Zeit von 1:13,6 beeindruckte so sehr, dass er, trotz starker Gegnerschaft, als 11:10 Favorit in den Buddenbrock-Trail von Gelsenkirchen ging und ihn dann auch souverän gewann. Paul Hagoort, der Ferrari Kievitshof in den Niederlanden vorbereitet, verzichtete auf eine Reise zum Buddenbrock-Finale. So wird sein Schützling die Derbybahn erstmals in den Vorläufen zum Deutschen Traber-Derby am 26. Juli betreten.

Alle anderen Dreijährigen müssten die ein oder andere Schippe drauflegen, wollen sie das Deutsche Traber-Derby gewinnen. Mit dem nötigen Quäntchen Glück und einem vorteilhaften Rennverlauf ist aber jedem Teilnehmer der Sieg zuzutrauen, denn nicht immer hat das beste Pferd am Ende die Nase vorn.
Rene M Newport offenbarte im Buddenbrock-Rennen von weit hinten kommend Riesenspeed, er hatte Cash Hanover zweijährig als 366:10 Außenseiter in der Breeders Crown besiegt.
Ähnlich eindrucksvoll war im Buddenbrock-Rennen auch der Zielspurt von Nikkei. Der von Heinz Wewering gesteuerte Muscles Yankee-Sohn hatte am 21. Juni auf der Derbybahn schon die hoch eingeschätzte bayerische Hoffnung Tokay distanziert.
Am selben Tag katapultiert sich Fox Dragon mit einem beeindruckenden Sieben-Längen-Sieg unter die Derbyfavoriten, enttäuschte dann aber im Buddenbrock-Rennen. Vielleicht ist die Leistung des Maik Esper-Schützlings durch die extreme Hitze am Buddenbrock-Renntag zu entschuldigen.
Ein nahezu unbeschriebenes Blatt ist der von Hugo Langeweg trainierte Falcon Dragon. Sein Debüt, bei Blitz und Donner in Gelsenkirchen, faszinierte die Buchmacher so sehr, dass sie ihn zu einem ernsthaften Derby-Kandidaten kürten. Auch seinen zweiten und bisher letzten Auftritt gewann er souverän, mit der Spitze seines Jahrgangs hat er sich bislang aber noch nicht gemessen.
Der vom niederländischen Trainer Arnold Mollema trainierte Flashback, Bruder des Siegers des Deutschen Traber-Derbys 2014 Expo Express, wurde im Adbell-Toddington-Rennen Zweiter, anschließend gelang ihm in Oslo in der 3-års Elite ein bemerkenswerter 3. Platz über die Meile.
In Schweden bereitet Conrad Lugauer seine Pferde auf das Derby vor. Floyd Fortuna war bereits als Zweijähriger vor Nikkei platziert, lief bei seiner Rückkehr nach Berlin im Buddenbrock-Rennen auf Platz 2. Lugauers zweiter Starter Gri Power Jet gilt dagegen schon in den Vorläufen als Außenseiter.
Beauregard ging bei seinem Debüt als zweiter Favorit hinter Ferrari Kievitshof in den Buddenbrock-Trial von Gelsenkirchen, wo er dann jedoch nur Achter wurde. Vielleicht kann er beim Traber-Derby zeigen was wirklich in ihm steckt und für eine Überraschung sorgen.
Immer wieder unterschätzt lässt sich ein Halva Von Haithabu nicht abwimmeln. Er war in den letzten großen Rennen immer vorne platziert, der Derby-Endlauf sollte für ihn möglich sein.

Eine Übersicht über die Bestzeiten und Gewinnsummen der Derbykandidaten findet man bei Traber-News.com

Langzeitquoten für das Deutsche Traber-Derby 2015 findet man bei RaceBets.com


Bedeutende Rennen vor dem Deutschen Traber-Derby:

5.7.2015 - Berlin-Mariendorf: Buddenbrock-Rennen
1900 m, 25.000 Euro


1. Cash Hanover T. Tietz 01:12,6 15
2. Floyd Fortuna C. Lugauer 01:12,7 153
3. Rene M Newport M. Nimczyk 01:12,8 178
4. Nikkei H. Wewering 01:12,8 60
5. Halva Von Haithabu T. Panschow 01:12,9 599
6. Lordano Ass V. Gentz 01:13,0 183
7. Prince Of Persia D. Goehrke 01:13,7 366
8. Gri Power Jet J. Sjunnesson 01:13,8 999
9. Fox Dragon M. Esper 01:14,1 45
10. Ritchirich Diamant D. Tesselaar 01:15,3 344

Bohemian Rhapsody R. Bot disq. 88

Sambuco A. Bakker hdF 947





21.6.2015 - Gelsenkirchen: Buddenbrock-Trial
2000 m, 7.000 Euro


1. Ferrari Kievitshof R. Bakker 01:14,4 11
2. Lordano Ass V. Gentz 01:14,6 516
3. Iceman Bo R. Hülskath 01:15,0 841
4. Halva Von Haithabu T. Panschow 01:15,2 515
5. Karibik Express J. Holzschuh 01:15,7 897
6. Rene M Newport M. Nimczyk 01:15,8 108
7. Main Heuvelland R. Bot 01:15,8 151
8. Beauregard D. Tesselaar 01:16,0 65
9. Adriano Br E. Bot 01:16,1 269
Ivo A. Mollema 01:16,4 274
Sambuco A. Bakker disq. 708





17.5.2015 - Berlin-Mariendorf: Adbell-Toddington-Rennen
1900 m, 25.000 Euro


1. Cash Hanover T. Tietz 01:16,1 19
2. Flashback A. Mollema 01:16,2 27
3. Halva Von Haithabu T. Panschow 01:16,2 399
4. Rene M Newport M. Nimczyk 01:16,3 86
5. April Love J. Oikarinen 01:16,4 211
6. Adriano Br E. Bot 01:16,4 97
7. Queenswood A. Bakker 01:16,6 184
8. Fox Dragon M. Esper 01:16,7 70
Karibik Express D. Spangenberg disq. 624
Iceman Bo R. Hülskath disq. 312





1.5.2015 - Gelsenkirchen: Adbell-Toddington-Trial

2000 m, 7.000 Euro


1. Adriano Br E. Bot 01:15,7 101
2. Barolo Sl M. Nimczyk 01:15,8 27
3. Georgeous Love R. Vlieger 01:15,8 80
4. Lordano Ass V. Gentz 01:16,2 103
5. Iceman Bo R. Hülskath 01:16,3 60
Main Heuvelland R. Feelders disq. 38
Halva Von Haithabu J. Holzschuh disq. 78
Je Taime Flamenco A. Bakker disq. 88





19.4.2015 - Berlin-Mariendorf: Adbell-Toddington-Trial
1900 m, 7.000 Euro


1. Flashback A. Bakker 01:14,7 63
2. Queenswood H. Wewering 01:15,1 196
3. Iceman Bo R. Hülskath 01:15,2 401
4. Nikkei M. Schmid 01:15,3 169
5. Karibik Express D. Spangenberg 01:15,3 901
Cash Hanover T. Tietz disq. 13
Halva Von Haithabu T. Panschow disq. 164





2.11.2014 - Berlin-Mariendorf: Breeders Crown (2-jähr.)
1900 m, 24.272 Euro


1. Rene M Newport M. Nimczyk 01:15,7 366
2. Cash Hanover T. Tietz 01:16,1 44
3. Barolo Sl G. Holtermann 01:16,2 550
4. Centurion C. Lugauer 01:16,2 42
5. Feel The Heat R. Bakker 01:16,4 30
6. Fox Dragon M. Esper 01:16,6 98
7. Je Taime Flamenco A. Mollema
66
8. Halva Von Haithabu T. Heinzig
713
9. Mink De Ville R. Oppoli
999
10. Iceman Bo H. Wewering
172
11. Little Danny R. Hülskath
448
Tokay J. Franzl disq. 342





11.10.2014 - Hamburg: Preis des Winterfavoriten

1680 m, 25.000 Euro


1. Fortune Boko R. Bakker 01:16,4 21
2. April Love J. Oikarinen 01:16,7 34
3. Transamerica As H. Langeweg 01:16,7 49
4. Flyer Boshoeve R. Vecchione 01:16,7 213
5. Little Danny R. Hülskath 01:17,8 596
6. Barolo Sl J. Verbeeck 01:18,1 116
Iceman Bo T. Panschow disq. 283
Halva Von Haithabu M. Esper disq. 450
Sambuco A. Bakker disq. 224
Ferrano Draviet A. Mollema disq. 391
Floyd Fortuna C. Lugauer disq. 90

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