Prix de l’Arc de Triomphe 2024

Prix de l’Arc de Triomphe 2024

6. Oktober 2024 - 2.400 Meter, Paris-Longchamp

Vorbericht vom 14. Juli 2024

Einiges deutet darauf hin, dass das wichtigste Pferderennen der Welt in diesem Jahr eine Angelegenheit des jüngsten Jahrgangs wird. Nicht nur, weil sich unter den dreijährigen Stuten und Hengsten einige vielversprechende Talente befinden, sondern auch, weil kaum ein älteres Pferd die Klasse zu besitzen scheint, den Arc gewinnen zu können.

Look De Vega ist nach drei Rennen noch ungeschlagen, gewann am 2. Juni den Prix du Jockey Club in Chantilly, was ihn zu einem der ganz großen Arc-Favoriten macht. Trainiert wird der Lope De Vega-Nachkomme von Yann Lerner und seinem Vater Carlos, die ihn sehr zurückhaltend einsetzen. Sein viertes Rennen wird Look De Vega erst am 15. September im Prix Niel in Paris-Longchamp bestreiten und dann mit relativ frischen Beinen in den Prix de l’Arc de Triomphe gehen.

Sosie endete in dem über 2.000 Meter führenden Prix du Jockey Club knappe zwei Längen hinter Look De Vega auf dem dritten Platz, setzte sich fünf Wochen später dann im Grand Prix de Paris über die Arc-Distanz souverän durch. Vor dem Arc soll der Sea The Stars-Sohn ebenfalls im Prix Niel laufen, wo er sich erneut mit Look De Vega messen wird, diesmal über 2.400 Meter und gegen ältere Gegner. Trainer André Fabre hat den Prix de l’Arc de Triomphe schon achtmal gewonnen.

City Of Troy wäre als Sieger des Epsom Derbys normalerweise vermutlich der Arc-Topfavorit, doch ist bei ihm völlig unklar, ob ihn sein Trainer Aidan O'Brien in den Prix de l’Arc de Triomphe schicken wird. O'Brien hatte seinen Justify-Sohn als bestes Derbypferd, dass er je trainiert habe, bezeichnet. Eine Aussage, die man kaum unbeachtet lassen kann, hat der Startrainer das Epsom Dery doch schon zehnmal gewonnen. Erstmals gegen ältere Konkurrenz lief City Of Troy am 6. Juli in den Eclipse Stakes in Sandown, setzte sich in einem schwach besetzten Feld erneut durch. Der nächste Start könnte beim Juddmonte International in York oder den Irish Champion Stakes erfolgen. Es wird auch über ein Engagement auf Sand beim Breeder's Cup Classic im November in den USA nachgedacht.

Los Angeles endete im Epsom Derby sechs Längen hinter seinem Stallgefährten City Of Troy auf dem dritten Platz, gewann ansonsten aber alle vier weiteren Starts, darunter als Zweijähriger das Critérium de Saint-Cloud und jüngst das Irish Derby. Die Aussagen von Aidan O'Brien lassen darauf schließen, dass der Camelot-Sohn auf den Arc vorbereitet wird. Er ist für die King George Stakes und das Juddmonte International genannt.

Sparkling Plenty gewann am 16. Juni etwas überraschend unter dem früheren Hindernisjockey Tony Piccone den Prix de Diane in Chantilly und zählt damit natürlich auch zum Kreis der Arc-Favoriten. Wie es mit ihr weitergeht, ist allerdings noch völlig unklar, denn nur einen Tag nach dem Diane-Triumph wurden Anteile der Stute an Al Shaqab Racing verkauft. Züchter und Besitzer der Kingman-Tochter ist Jean-Pierre Dubois, der im Trabrennsport als Züchter, Besitzer, Trainer und Fahrer alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. Trotz ihres jungen Alters verfügt Sparkling Plenty bereits über einige Rennerfahrung, gewann fünf ihrer acht Starts.

Delius blieb in seinen ersten drei Rennen ungeschlagen, woraufhin er als klarer Favorit in den Grand Prix de Paris ging. Dort entwickelte er, vom letzten Platz kommend, auf der Zielgeraden auch viel Speed, konnte gegen den Sieger Sosie aber letztlich nichts ausrichten. Trainer Jean-Claude Rouget, der zwei der letzten vier Arc-Austragungen gewann, hatte über seinen dreijährigen Frankel-Sohn gesagt, dass er mit zunehmender Saison immer besser werden würde.

Economics ist ein weiterer dreijähriger Hengst mit guten Chancen. Der Night Of Thunder-Sohn hatte am 16. Mai die Dante Stakes sechs Längen vor dem Futurity Trophy-Sieger Ancient Wisdom gewonnen. Da Economics dieses Rennen aber mit Nasenbluten beendete, schickte man ihn nicht ins Epsom Derby und will ihn auch im Sommer nur selten einsetzten. Ziel sind die Irish Champion Stakes am 15. September. Ob Economics drei Wochen später im Prix de l’Arc de Triomphe antreten wird, bleibt abzuwarten, zumal es auch nicht sicher ist, ob er die 2.400 Meter in Paris stehen kann.

Shin Emperor ist nach momentanem Stand das einzige Pferd aus Japan, das sicher am Prix de l’Arc de Triomphe 2024 teilnehmen wird. Der Siyouni-Sohn war als Zweijähriger knapp geschlagener Zweiter in den Hopeful Stakes geworden und in diesem Jahr, nach einem etwas enttäuschenden fünften Platz im Nakayama Cup, Dritter im japanischen Derby. Wie im Derby soll Shin Emperor auch im Arc von Ryusei Sakai geritten werden. Nach einer Sommerpause könnte er die Irish Champion Stakes als Vorbereitungsrennen nutzen. Neben ihm sind aus Japan auch die Hopeful Stakes-Siegerin Regaleira und der japanische Derbysieger von 2022 Do Deuce für den Arc nominiert.

Auguste Rodin ist momentan vielleicht das hoffnungsvollste ältere Pferd im Kreis der möglichen Arc-Starter. Der vierjährige Deep Impact-Sohn hatte im vergangenen Jahr das Epsom- und Irish-Derby, die Irish Champions Stakes und den Breeders' Cup Turf gewonnen. Dem gegenüber stehen aber auch enttäuschende Auftritte, wie in den King George Stakes oder dem Dubai Sheema Classic, wo er jeweils Letzter wurde. Am 19. Juni meldete er sich mit einem Sieg in den Prince Of Wales's Stakes in Ascot zurück und wird sich nun vermutlich noch einmal in den King George Stakes versuchen. Eine Nennung für den Prix de l’Arc de Triomphe besitzt er ebenfalls. Ob ihn Aidan O’Brien dort aber laufen lassen wird, steht in den Sternen, Saisonziel soll der Japan Cup sein.

White Birch bezwang Auguste Rodin bei seinem Sieg am 26. Mai im Tattersalls Gold Cup um drei Längen, war ihm bei seinem dritten Platz im Epsom Derby 2023 noch unterlegen. Der von John Joseph Murphy trainierte Schimmel ist in diesem Jahr nach drei Starts noch ungeschlagen und könnte als nächstes die Juddmonte International Stakes bestreiten und später womöglich in den Arc gehen.

Zarakem ist ein relativ sicherer Starter im Prix de l’Arc de Triomphe 2024, so zumindest sein Trainer Jerome Reynier. Der vier Jahre alte Zarak-Nachkomme hatte es im Vorjahr auf fünf Siege gebracht und beim Saisondebüt im April direkt den Prix d'Harcourt auf schwerem Boden gewonnen. Beim ersten Auftritt außerhalb Frankreichs unterlag er Auguste Rodin in den Prince Of Wales's Stakes nur mit einer dreiviertel Länge.

Mqse De Sevigne gewann vier ihrer letzten fünf Starts, darunter drei Gruppe-I-Rennen. Im Sommer letzten Jahres siegte die fünf Jahre alte Siyouni-Tochter in Deauville im Prix Rothschild und Prix Jean Romanet, setzte sich Ende Mai auch im Prix D'Ispahan in Paris-Longchamp durch. Laut Trainer André Fabre soll Mqse De Sevigne versuchen ihre Titel in Deauville zu verteidigen und dann ihre Karriere im Arc beenden.

Fantastic Moon ist das einzige Pferd aus Deutschland, das für den Prix de l’Arc de Triomphe nominiert wurde. Der Sea The Moon-Sohn war nach Siegen im Deutschen Derby 2023 und dem Prix Niel als Mitfavorit in den letztjährigen Arc gegangen, dort aber nur auf Rang elf gelandet. In diesem Jahr hat er bereits drei Rennen absolviert, mit durchwachsenen Ergebnissen. Nächstes Ziel ist das Juddmonte International in York am 21. August. Ob man Fantastic Moon, zum Ende einer langen Saison, dann nochmals in den Arc schickt, bleibt abzuwarten.

Der Prix de l’Arc de Triomphe gilt als das bedeutendste Pferderennen der Welt und ist mit einem Preisgeld von fünf Millionen Euro das höchstdotierte in Europa.

Festkurse zum Prix de l’Arc de Triomphe 2024 findet man bei Racebets



   Den kostenlosen Livestream zum Arc '2024 gibt es bei Equidia.

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