Prix de l’Arc de Triomphe 2026
4. Oktober 2026 - 2.400 Meter, Paris-Longchamp
Vorbericht vom 11. Juni 2026
Gute Chancen seinen Titel zu verteidigen gibt man Daryz am Wettmarkt
und wie immer wird starke Konkurrenz in den Siegern der Dreijährigen-Klassiker
aus England, Frankreich und Irland vermutet.
Auch ein außergewöhnlicher Hengst aus Japan könnte im Prix de l'Arc de Triomphe 2026 für Furore sorgen.
Daryz kehrt als Titelverteidiger zurück nach Paris-Longchamp und
wird, nachdem er zu Beginn des Jahres sowohl den Prix Ganay als auch den Prix d'Ispahan klar gewann,
vermutlich als Favorit in den Prix de l'Arc de Triomphe 2026 starten.
Tatsächlich hatte der von Francis-Henri Graffard trainierte Aga Khan-Hengst
im vergangenen Jahr im Arc eher als Außenseiter gegolten, nachdem er zuvor bei den International Stakes in York
kein Land gesehen hatte. Beeindruckend dann aber sein Sieg im wichtigsten Rennen der Welt, in dem einzig
die Stute Minnie Hauk mit ihm mithalten konnte.
Daryz soll als nächstes in den Prince of Wales’s Stakes am 17. Juni in Ascot laufen.
Forever Young wäre beim Arc 2026 einer der absoluten Topstarts, sollte er tatsächlich nach Paris kommen.
Er hatte den mit 20 Millionen Dollar dotierten Saudi Cup
2025 und
2026
gewonnen und als erstes japanisches Pferd im letzten Jahr auch den
Breeders' Cup Classic.
Einziges Problem, bislang ist der fünfjährige Real Steel-Sohn nur auf Sandboden gelaufen, noch nie auf Gras.
Immerhin hat man ihn für den Prix de l'Arc de Triomphe 2026 nominiert. Ein erster Verusch auf Turf
könnte bei den Irish Champion Stakes am 12. September in Leopardstown stattfinden. Bis dahin soll
Forever Young noch geschont werden, sein letztes Rennen bestritt er am 28. März, als er im Dubai World Cup
Zweiter wurde. Er wäre das erste japanische Pferd, das den Prix de l'Arc de Triomphe gewänne.
Thundering On gewann am 5. Juni die Epsom Oaks
und deklassierte dabei nicht nur ihre Gegnerinnen, sondern zeigte auch, dass
sie mit der Arc-Distanz überhaupt keine Probleme hat.
Natürlich hat sich die Frankel-Tochter
aus dem Stall von Joseph O'Brien bislang nur mit dreijährigen Stuten
gemessen und wird dies auch vorläufig nicht ändern -
sie soll in den Irish Oaks laufen - doch war ihr Triumph in Epsom
so beeindruckend, dass man ihr zutraut,
die recht erfolgreiche Bilanz von Stuten im Prix de l'Arc de Triomphe
fortsetzen zu können.
Thundering On dominiert die Epsom Oaks
Constitution River startete am 31. Mai als Favorit in den
Prix du Jockey Club (2.100 m) und enttäuschte seine Anhänger nicht,
gewann das französische Derby letztlich souverän und soll
mit längeren Distanzen sogar noch besser zurechtkommen.
Es war der vierte Sieg in Folge für den von Aidan O'Brien
vorbereiteten Wootton Bassett-Sohn. Als Zweijähriger hatte er
die Irish Futurity Stakes gewonnen und sich beim Jahresdebüt
auch in den Dee Stakes in Chester durchgesetzt.
Er hat eine Nennung für die Eclipse Stakes in Sandown am 4. Juli,
wo er es erstmals mit älteren Gegnern zu tun bekommen würde.
Christmas Day, ein weiterer dreijähriger Hengst aus dem
Stall von Star-Trainer Aidan O'Brien, gewann am 6. Juni das Epsom Derby.
Er war allerdings nicht als Favorit ins Derby gegangen, nachdem er
in den Dante Stakes überraschend nur Dritter geworden war,
doch war klar, dass ihm der durchgeweichte Boden in Epsom entgegenkommen würde.
Zuvor hatte er in seiner irischen Heimat zwei Gruppe-III-Rennen
gewonnen. Dort wird der Camelot auch sein nächstes Rennen bestreiten,
am 28. Juni das Irish Derby.
Minnie Hauk verpasste im letzten Jahr den Sieg im
Prix de l'Arc de Triomphe nach Kampf mit Daryz nur um einen Kopf.
Die vierjährige Stute, die die Epsom Oaks, die Irish Oaks und die Yorkshire Oaks
gewonnen hatte, soll es in diesem Jahr noch einmal versuchen.
Nach dem Arc hatte man sie in die USA in den Breeders' Cup Turf geschickt,
wo sie enttäuschte. Auch beim letzten Start Ende Mai im Tattersalls Gold Cup
reichte es nur zu Platz fünf. Trainer Aidan O'Brien erklärte dies
mit dem zu langsamen Tempo und wird mit ihr womöglich in die
Prince of Wales’s Stakes gehen, wo es zu einem Wiedersehen mit Daryz
kommen könnte.
Aventure endete im Arc 2024 hinter Bluestocking auf dem zweiten Platz,
gewann im Vorjahr den stark besetzten Prix Vermeille und landete im
Arc überraschend nur auf dem elften Rang, ist derzeit neben Daryz dennoch
das französische Pferd mit den größten einheimischen Hoffnungen.
Die fünfjährige Sea The Stars-Tochter unterlag zum Saisonauftakt Daryz
im Prix Ganay, setzte sich anschließend aber im Prix Corrida durch.
Bay City Roller gewann am 6. Juni etwas überraschend den sehr stark besetzten Coronation Cup über 2.419 Meter.
Der Boden in Epsom war dabei durchlässig, genau wie bei Bay City Rollers Erfolg im Großen Preis von Bayern ein halbes Jahr zuvor.
Die Chancen stehen gut, dass er auch beim Prix de l'Arc de Triomphe weichen Boden vorfinden wird,
ein Rennen, dass seine Besitzer mit ihm nun ansteuern. Zuvor könnte er noch am 5. Juli im Grand Prix de Saint-Cloud laufen.
Der
Prix de l’Arc de Triomphe
gilt als das bedeutendste Pferderennen der Welt
und ist mit einem Preisgeld von fünf Millionen Euro das höchstdotierte in Europa.
Die Sieger folgender Rennen sind für der Arc qualifiziert:
Prix du Jockey Club, Prix de Diane, Grand Prix de Saint-Cloud, Grand Prix de Paris, Prix Jean Romanet, Prix Vermeille, Prix Foy, Prix Niel.
Für Pferde, die nicht eingeschrieben wurden, müssen 120.000 Euro für eine Nachnennung entrichtet werden.
Festkurse auf den Arc '2026 findet man bei
PIWI247 Betting Exchange
Den kostenlosen
Livestream zum Prix de l’Arc de Triomphe 2026 gibt es bei
Equidia.