Deutsches Derby 2026
5. Juli 2026 - 2.400 Meter, 3-jährige Pferde, Hamburg-Horn
Vorbericht vom 23. März 2026
Aussagen über den Ausgang des 157. Deutschen Derbys sind derzeit noch reine Spekulation,
befanden sich die jungen Pferde über Winter doch mitten in ihrer Entwicklungsphase
und haben sich manche von ihnen noch gar nicht in Rennen präsentiert.
Dennoch sticht ein Hengst bereits jetzt heraus.
Gostam hat als Zweijähriger nicht nur alle Rennen gewonnen,
er dominierte seine Gegner bei seinen drei Starts deutlich,
ist am Wettmarkt zum Deutschen Derby 2026 daher der große Favorit.
Schon beim Einstand Ende Juli in München brachte er fünf Längen zwischen sich und den Rest des Feldes.
Der Sieg im Zukunfts-Rennen in Baden-Baden verlief dann erneut ungefährdet und im Preis des Winterfavoriten
waren es wieder fünf Längen zwischen Gostam und dem Zweitplatzierten.
Der von Andreas Wöhler trainierte Saxon Warrior-Sohn soll sein Jahresdebüt am 1. Mai beim Bavarian Classic in München geben
und dann möglicherweise, fünf Wochen vor dem Deutschen Derby, am 31. Mai im Prix du Jockey Club laufen.
Gotsam wurde außerdem für den Grand Prix de Paris am 14. Juli eingeschrieben.
Gostam gewinnt den Preis des Winterfavoriten souverän
Kairos kann mit einer Bilanz von zwei Siegen aus zwei Starts ebenfalls beeindrucken.
Schon beim Debüt im Kölner Youngster Cup ließ er in einem starken Feld keine Zweifel an seinem Können aufkommen.
Beim Youngster Steher Cup in Hannover deklassierte er das Feld dann, fand nur in Abachi einen Gegner,
den er nach langem Kampf letztlich niederrang.
Der von Henk Grewe trainierte Zarak-Sohn ist in Frankreich prämienberechtigt und
könnte dort seine Karriere als Dreijähriger fortsetzen,
bevor er im Juli das Deutsche Derby in Hamburg-Horn in Angriff nehmen wird.
Abachi unterlag Kairos bei dessen beiden Starts, zunächst in Köln mit zweieinhalb Längen,
später in Hannover nur noch mit einer halben, zwanzig Längen vor dem Rest des Feldes.
Im Gegensatz zu Kairos hat Abachi aber noch ein weiteres Rennen absolviert, das die Leistung der beiden aufwertet.
Ebenfalls in Hannover gewann er vor den späteren Siegern des Dresdner Jugendpreises Vukovino und Edlington
und mehreren Hengsten, die eine Nennung für das Deutsche Derby 2026 erhalten haben.
Abachi hätte eigentlich noch im Herzog von Ratibor-Rennen laufen sollen, musste dort jedoch aufgrund von Husten passen.
Abachi unterliegt Kairos beim Steher Cup in Hannover knapp
Loucas ging gleich bei seinem ersten Start im August als Sieger hervor,
verwies in Krefeld die spätere Winterkönigin Alsterperle auf Platz zwei.
Beim Junioren-Preis in Hannover reichte es für den Ittlinger nur zum Ehrenplatz,
doch anschließend gewann er das mit 200.000 Euro dotierte Ferdinand Leisten Memorial in Baden-Baden
vor der aus England angereisten Favoritin Bella Lyra.
Weekend Warrior ist im Jahr 2026 bereits gelaufen,
schlug zwei Pferde, die ebenfalls für das Deutsche Derby nominiert sind,
beim Saisonauftakt in Mülheim über 2.100 Meter klar.
Beim Debüt im November war er in einem Feld von neun Pferden nur an Wild River gescheitert.
Der Japan-Nachkomme könnte am 2. Juni im Derby Italiano an den Start gehen.
Santa Catarina ist eine von zwei Stuten, die für das Deutsche Derby 2026 eingeschrieben wurden.
Sie gewann ihren bislang einzigen Start vor der derzeitigen Diana-Favoritin Soreanga,
welche anschließend den Juniorenpreis in Hannover vor dem oben erwähnten Loucas gewann.
So gesehen ist die in den Farben von Eckhard Sauren laufende Zarak-Tochter sicherlich eine Stute,
der Beachtung geschenkt werden sollte. Sie ist auch für den Prix de Diane am 14. Juni in Chantilly genannt.
Ihr Saisondebüt wird Santa Catarina am Ostermontag in Köln geben.
Santa Catarina schlägt Soreanga in Mülheim
Mystic Charly gewann seinen bislang einzigen Start,
setzte sich in Hannover relativ leicht gegen vier Gegner durch, die für das Deutsche Derby nominiert sind.
Der Circus Maximus-Sohn wird von Andreas Wöhler trainiert, der das Derby schon fünfmal gewonnen hat.
Er soll am 12. April in Düsseldorf über 2.100 Meter in die neue Saison starten.
Chiefland läuft wie Kairos für die Liberty Racing-Farben, die 2023 und 2024 das Deutsche Derby gewannen.
Auch er blieb bei seinem einzigen Start ungeschlagen, bezwang dabei in Baden-Baden den Schlenderhaner Shejtan,
der anschließend ein gut besetztes Rennen in München gewann.
Der Study Of Man-Nachkomme soll ebenfalls am 12. April in Düsseldorf sein Saisondebüt geben.
Lommi ist als Sieger des Herzog von Ratibor-Rennens in die Winterpause gegangen,
auf allzu starke Gegner war er in Krefeld allerdings nicht getroffen.
Der Churchill-Sohn hatte keinen seiner drei vorherigen Starts gewinnen können,
endete im Preis des Winterfavoriten fünf Längen hinter Gostam auf Platz zwei und
war zuvor auch in Frankreich zweimal platziert.
Wild River, wie Abachi von Peter Schiergen trainiert,
der das Deutsche Derby sogar schon sechsmal gewonnen hat, wurde bei seinem ersten Start hinter dem
späteren Rabitor-Zweiten
True Lion Dritter.
Eindrucksvoll dann der zweite Auftritt des Ammerländers bei der Herbst Trophy in Köln,
wo der Lope De Vega-Sohn mehrere für das Deutsche Derby 2026 eingeschriebene Hengste stehen ließ.
Wie Gostam und Lommi wurde auch Wild River für den Prix du Jockey Club nominiert.
Salitos hat in diesem Jahr bereits ein Rennen bestritten,
setzte sich am 28. Februar in Fontainebleau gegen zwölf Gegner durch.
Der von Peter Schiergen für Liberty Racing trainierte In Swoop-Sohn hatte am 27. Dezember sein Debüt gegeben,
wurde in einem Fünfzehner-Feld in Chantilly Zweiter. Was diese beiden starken Ergebnisse in Frankreich wirklich wert sind,
ist natürlich schwer zu sagen, am Wettmark zum Derby 2026 gehört Salitos seither zumindest zum engeren Favoritenkreis.
Liberty Racings Salitos ist Ende Februar in Fontainebleau erfolgreich
Longhi ist einer von zahlreichen Hengsten, die für das Deutsche Derby 2026 nominiert sind,
als Zweijährige aber kein Rennen bestritten haben. Seine Mutter Laccata hat mit Laccario
bereits den Derbysieger 2016 hervorgebracht. Wie Loucas läuft der Sea The Moon-Sohn für das Gestüt Ittlingen.
Auch Wakytara, die Mutter von
Wildfeuer, hat mit dem mehrfachen Gruppe-Sieger Wai Key Star
bereits einen erfolgreichen Hengst gezeugt.
Nachkommen von Gleneagles sind der Schlenderhaner
All Square,
dessen Mutter Amazona 2016 den Niederrhein-Pokal gewann
oder Sarah Steinbergs
Waladares, der am Ostersonntag in Hoppegarten sein Debüt geben wird.
Waybreaker ist eines von einundzwanzig aus dem Ausland für das Derby nominierten Pferden.
Er hatte im Oktober den gut besetzten Prix de Condé Jockey Club gewonnen ,
hatte anschließend im Critérium de Saint-Cloud gegen den Epsom Derby-Favorit Pierre Bonnard aber keine Chance,
wurde Siebter. Auch beim Saisonauftakt enttäuschte der von Christopher Head trainierte Galiway-Sohn in einem Listenrennen.
In Critérium de Saint-Cloud auf Rang fünf etwas besser platziert als Waybreaker endete
Shosholoza
aus dem irischen Stall von Joseph O'Brien, der noch vier weitere Hengste für das Deutsche Derby genannt hat,
darunter den Gruppe-III-Sieger
Limestone oder
Hardy Warrior, der in diesem Jahr in Naas bereits erfolgreich war.
Ebenfalls von Joseph O'Brien wird der Hengst
Handshake vorbereiten,
am 30. Januar 2026 Sieger in einem Maidenrennen auf der Sandbahn im irischen Dundalk.
Da der Sea The Moon-Sohn im Besitz von Philip von Ullmann steht,
wäre ein Start im Deutschen Derby keinesfalls unrealistisch.
Er ist allerdings auch für das Irish Derby genannt, das nur eine Woche vor dem Deutschen Derby ausgetragen wird.
Ein interessanter Hengst wurde aus Dänemark von Trainer und Besitzer Flemming Velin eingeschrieben.
Sein Wootton Bassett-Sohn
Daytona (IRE) gewann bereits ein Listenrennen im irischen Naas und
lief in Frankreich und Irland Gruppe 3 platziert.
Vollständige
Nennungsliste
des Deutschen Derbys 2026 mit Speed-Punkten.
Bedeutende Derby-Vorprüfungen 2025: