Deutsches Derby 2026
5. Juli 2026 - 2.400 Meter, 3-jährige Pferde, Hamburg-Horn
Vorbericht vom 27. Dezember 2025
Rund ein halbes Jahr vor Austragung des 157. Deutschen Derbys sind Spekulationen über dessen Ausgang
eigentlich müßig, entwickeln sich die jungen Pferde doch über den Winter weiter und sind manche von ihnen noch gar nicht gelaufen.
Doch sticht bislang ein Hengst so klar heraus, dass er auch im Juli 2026 als Derby-Favorit gelten könnte.
Gostam hat als zweijähriger Hengst nicht nur alle drei Starts gewonnen, er dominierte seine Gegner deutlich,
weshalb er im Wettmarkt zum Deutschen Derby 2026 der klare Favorit ist.
Schon beim Einstand Ende Juli in München brachte der Saxon Warrior-Sohn fünf Längen zwischen sich und den Rest des Feldes.
Der Sieg im Zukunfts-Rennen in Baden-Baden verlief dann erneut ungefährdet und im Preis des Winterfavoriten
waren es wieder fünf Längen zwischen Gostam und dem Zweitplatzierten.
Ein angedachter Start im Criterium International in Saint-Cloud wurde nur zwei Wochen nach dem Winterfavoriten gecancelt,
man will den Ausnahmehengst nicht verheizen.
Kairos kann mit einer Bilanz von zwei Siegen aus zwei Starts ebenfalls beeindrucken.
Schon beim Debüt im Kölner Youngster Cup ließ er in einem starken Feld keine Zweifel an seinem Können aufkommen.
Beim Youngster Steher Cup in Hannover deklassierte er das Feld dann, fand nur in Abachi einen Gegner,
den er nach langem Kampf letztlich niederrang.
Der von Henk Grewe trainierte Zarak-Sohn ist in Frankreich prämienberechtigt und
könnte dort seine Karriere als Dreijähriger fortsetzen,
bevor er im Juli das Deutsche Derby in Hamburg-Horn in Angriff nehmen wird.
Abachi unterlag Kairos bei dessen beiden Starts, zunächst in Köln mit zweieinhalb Längen,
später in Hannover nur noch mit einer halben, zwanzig Längen vor dem Rest des Feldes.
Im Gegensatz zu Kairos hat Abachi aber noch ein weiteres Rennen absolviert, das die Leistung der beiden aufwertet.
Ebenfalls in Hannover gewann er vor den späteren Siegern des Dresdner Jugendpreises Vukovino und Edlington
und mehreren Hengsten, die eine Nennung für das Deutsche Derby 2026 erhalten haben.
Abachi hätte eigentlich noch im Herzog von Ratibor-Rennen laufen sollen, musste dort jedoch aufgrund von Husten passen.
Loucas ging gleich bei seinem ersten Start im August als Sieger hervor,
verwies in Krefeld die spätere Winterkönigin Alsterperle auf Platz zwei.
Beim Junioren-Preis in Hannover reichte es für den Ittlinger nur zum Ehrenplatz,
doch anschließend gewann er das mit 200.000 Euro dotierte Ferdinand Leisten Memorial in Baden-Baden
vor der aus England angereisten Favoritin Bella Lyra.
Mystic Charly gewann seinen bislang einzigen Start,
setzte sich in Hannover relativ leicht gegen vier Gegner durch, die für das Deutsche Derby nominiert sind.
Der Circus Maximus-Sohn wird von Andreas Wöhler trainiert, der das Derby schon fünfmal gewonnen hat.
Chiefland läuft wie Kairos für die Liberty Racing-Farben, die 2023 und 2024 das Deutsche Derby gewannen.
Auch er blieb bei seinem einzigen Start ungeschlagen, bezwang dabei in Baden-Baden den Schlenderhaner Shejtan,
der anschließend ein gut besetztes Rennen in München gewann.
Lommi ist als Sieger des Herzog von Ratibor-Rennens in die Winterpause gegangen,
auf allzu starke Gegner war er in Krefeld allerdings nicht getroffen.
Der Churchill-Sohn hatte keinen seiner drei vorherigen Starts gewinnen können,
endete im Preis des Winterfavoriten fünf Längen hinter Gostam auf Platz zwei und
war zuvor auch in Frankreich zweimal platziert.
Wild River, wie Abachi von Peter Schiergen trainiert,
der das Deutsche Derby sogar schon sechsmal gewonnen hat, wurde bei seinem ersten Start hinter dem
späteren Rabitor-Zweiten
True Lion Dritter.
Eindrucksvoll dann der zweite Auftritt des Ammerländers bei der Herbst Trophy in Köln,
wo der Lope De Vega-Sohn mehrere für das Deutsche Derby eingeschriebene Hengste stehen ließ.
Longhi ist einer von zahlreichen Hengsten, die für das Deutsche Derby 2026 nominiert sind,
als Zweijährige aber kein Rennen bestritten haben. Seine Mutter Laccata hat mit Laccario
bereits den Derbysieger 2016 hervorgebracht. Wie Loucas läuft der Sea The Moon-Sohn für das Gestüt Ittlingen.
Auch Wakytara, die Mutter von
Wildfeuer, hat mit dem mehrfachen Gruppe-Sieger Wai Key Star
bereits einen erfolgreichen Hengst gezeugt.
Nachkommen von Gleneagles sind
Waladares und der Schlenderhaner
All Square,
dessen Mutter Amazona 2016 den Niederrhein-Pokal gewann.
Waybreaker ist eines von zweiundzwanzig aus dem Ausland für das Derby nominierten Pferden.
Der von Christopher Head trainierte Galiway-Sohn gewann im Oktober den gut besetzten Prix de Condé Jockey Club,
hatte anschließend im Critérium de Saint-Cloud gegen den Epsom Derby-Favorit Pierre Bonnard aber keine Chance,
wurde Siebter. In diesem Gruppe-I-Rennen auf Rang fünf etwas besser platziert endete
Shosholoza
aus dem irischen Stall von Joseph O'Brien, der noch vier weitere Hengste für das Deutsche Derby genannt hat,
darunter der Gruppe-III-Sieger
Limestone.
Ein interessanter Hengst wurde aus Dänemark von Trainer und Besitzer Flemming Velin eingeschrieben.
Sein Wootton Bassett-Sohn
Daytona gewann bereits ein Listenrennen im irischen Naas und
lief in Frankreich und Irland Gruppe 3 platziert.
Vollständige
Nennungsliste
des Deutschen Derbys 2026 mit Speed-Punkten.
Bedeutende Derby-Vorprüfungen 2025: