Prix d'Amerique 2022

Prix d'Amérique 2022

30. Januar 2022 - Trabfahren, 2.700 Meter, Paris-Vincennes

Vorbericht vom 10. November 2021

Zum dritten Mal in Folge kann Face Time Bourbon am letzten Sonntag im Januar das bedeutendste Trabrennen der Welt gewinnen. Einiges spricht für ihn, denn der Franzose zeigt keine Schwächen und von seinen Gegnern macht derzeit noch keiner den Eindruck in besiegen zu können.

Face Time Bourbon gewann den Prix d'Amérique zum ersten Mal bereits im Alter von fünf Jahren, verteidigte seinen Titel im Vorjahr und wird natürlich auch am 30. Januar das zu schlagende Pferd sein. Bei seinem letzten Auftritt am 3. Oktober gewann der Ausnahmehengst den Gran Premio della Lotteria in Neapel, das Rennen, das seinem italienischen Besitzer Antonio Somma besonders am Herzen liegt und bei dem er im letzten Jahr gescheitert war. Trotz der nicht gerade bevorzugten kurzen Distanz von einer Meile und den ungeliebten engen Kurven in Neapel, siegte Face Time Bourbon in neuer Bahn- und Rennrekordzeit, zeigte damit, dass er für das Wintermeeting auf seiner Lieblingsbahn in Paris-Vincennes bestens gerüstet ist. Vor dem Prix d'Amérique 2022 soll er dort am 21. November im Prix de Bretagne laufen und am 2. Januar seinen Titel im Prix de Bourgogne verteidigen.

Delia Du Pommereux endete im Prix d'Amérique knappe sieben Längen hinter Face Time Bourbon auf Rang 4, passierte zwei Wochen später, bei ihrem Sieg im Prix de France über 2.100 Meter, aber eine halbe Länge vor ihm die Ziellinie. Anschließend gewann die von Jean-Michel Bazire trainierte achtjährige Stute das Paralympiatravet im schwedischen Åby, um sich danach in eine fünfmonatige Auszeit zu verabschieden. Ende Oktober absolvierte sie in Caen einen Aufbaustart und wird nun in den Pariser "B-Rennen" für den Prix d'Amérique in Form gebracht.

Davidson Du Pont wurde in den letzten beiden Austragungen des Prix d'Amérique hinter Face Time Bourbon Zweiter. Trainer Jean-Michel Bazire hatte ihm bei beiden Gelegenheiten vor dem Wintermeeting eine halbjährige Pause gegönnt, worauf in diesem Jahr aber verzichtet wurde, denn Davidson Du Pont wird mittlerweile vom Sohn des Trainers Nicolas Bazire trainiert und gefahren. In den dreizehn Starts seit dem letzten Prix d'Amérique gelangen allerdings nur zwei Siege, was gewisse Zweifel aufwirft, die sich auch im Wettmarkt niederschlagen.

Zacon Gio konnte Face Time Bourbon schon zweimal besiegen. Erstmals gelang ihm dieses seltene Kunststück als Vierjähriger beim Premio Unione Europea in Modena (2.050 m), ein Jahr später im Finale des Gran Premio de Lotteria in Neapel (1.600 m). Trotz dieser Lorbeeren ist der Italiener nie in Paris angetreten, gewann aber bei seinem einzigen Auftritt außerhalb Italiens gleich den Yonkers International Trot in den USA. Und nun soll er auch in Frankreich laufen, denn sein Besitzer Giuseppe Franco träumt seit längerem davon, einmal am Prix d'Amérique teilzunehmen. Der sechsjährige startschnelle Hengst ist auf der Sprintstrecke zuhause und noch nie weiter als 2.200 Meter gelaufen. Zuletzt unterlag er Face Time Bourbon im Finale des Gran Premio de Lotteria, wurde dort gar nur Fünfter.

Gu D'héripré gewann im letzten Jahr das wichtigste Vierjährigenrennen, das Critérium Continental, und schaffte es im Prix d'Amérique auf einen hervorragenden 3. Platz, was ihn natürlich zu einem der Mitfavoriten werden lässt. Der jetzt fünfjährige Coktail Jet-Sohn war seit April nicht mehr am Start, sollte für die Rennen in Paris also genügend Kraft angesammelt haben.

Don Fanucci Zet gewann im Mai den Elitloppet 2021 und soll nun am Pariser Wintermeeting teilnehmen, dazu sein Trainingsquartier im belgischen Lüttich beziehen. Der von Trainer Daniel Redén selbst gezüchtete fünfjährige Schwede musste sich nach seinem Triumph im Elitloppet mit mehreren Platzierungen begnügen, gewann aber seinen letzten Start vor der Abreise am 9. November in Romme.

Calgary Games ist derzeit Schwedens Hoffnung in Zukunft wieder mit einem ganz großen Trabrennpferd international vertreten zu sein. Der vierjährige Readly Express-Sohn ist nach sechs Starts noch ungeschlagen, gewann das Svenskt Travderby und den UET Grand Prix, steht zumindest in Skandinavien in seinem Jahrgang über den Dingen. Am Stall seines Trainers Timo Nurmos überlegt man, ihn am 2. Weihnachtsfeiertag in Paris im Critérium Continental laufen zu lassen. Dass er aber schon am kommenden Prix d'Amérique teilnehmen wird, scheint eher unwahrscheinlich.


Der Grand Prix d'Amérique wird seit 1920 in Paris ausgetragen. Drei Erfolge im wichtigsten Trabrennen der Welt gelangen den französischen Pferden Uranie (1926-28), Roquépine (1966-68) und Bellino II (1975-77). Der Ausnahmetraber Ourasi konnte das Rennen zwischen 1986 und 1990 sogar viermal gewinnen.

pferderennen

Termine Pariser-Wintermeeting 2021-22:
21.11.2021
Prix de Bretagne
2.700 m
12.12.2021
Prix du Bourbonnais
2.850 m
26.12.2021
Critérium Continental
2.100 m
26.12.2021
Prix Ténor de Baune
2.700 m
02.01.2022
Prix de Bourgogne
2.100 m
16.01.2022
Prix de Belgique
2.850 m
31.01.2022
Prix d'Amérique
2.750 m


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