Prix d'Amérique 2026
25. Januar 2026 - Trabfahren, 2.700 Meter, Paris-Vincennes
Vorbericht vom 23. Januar 2026
Mit Idao de Tillard und Jushua Tree fehlen beide Topfavoriten verletzungsbedingt beim Prix d'Amérique 2026,
wodurch sich zumindest ein äußerst offenes Rennen ergibt.
Auch mehrere Hengste aus Schweden machen sich Hoffnungen auf den großen Triumph im wichtigsten Trabrennen der Welt.
Go On Boy startete, gleichauf mit dem derzeit verletzten Idao de Tillard,
als Favorit in den letztjährigen Prix d'Amérique, schaffte es nach völlig verkorkster Startphase
am Ende aber nur auf den dritten Platz.
Seine große Klasse stellte der zehnjährige Password-Sohn anschließend trotzdem unter Beweis,
gewann den Prix de France und den
Elitloppet,
völlig souverän, weshalb er auch im Amérique 2026 zu den Topfavoriten gehören wird.
Da er seine Erfolge fast ausschließlich auf Kurzstrecken feierte, bestehen allerdings gewisse Bedenken,
ob ihm die 2.700 Meter im Amérique zu weit sein könnten.
Aus einer fünfmonatigen Ruhepause heraus bestritt Go On Boy in diesem Winter nur zwei Rennen,
gewann ein kleineres im belgischen Mons und wurde am 28. Dezember im Prix de Bourgogne Zweiter.
Josh Power stand in seiner Karriere zumeist im Schatten seines Altersgenossen Jushua Tree,
auch wenn er sich im Critérium des 4 Ans und 5 Ans hatte durchsetzen können.
Einmal mehr unterlag er seinem Dauerkonkurrenten am 20. Oktober im Prix des Cevennes,
drehte am 16. November das Blatt aber um und verwies Jushua Tree im Prix de Bretagne auf Platz zwei.
Er hatte im letztjährigen Prix d'Amérique den vierten Platz belegt und gehört erneut zum engsten Favoritenkreis.
Josh Power gewinnt den Prix de Bretagne überlegen vor Jushua Tree
Iroise de la Noé gewann wie im Vorjahr das letzte Qualifikationsrennen, den Prix de Belgique.
Zwar war die Konkurrenz in diesem Rennen nicht mehr von höchster Güte, doch die Art ihres Sieges
beeindruckend genug, sie im Wettmarkt weit nach zu katapultieren.
Etwas Sorgen bereitet die Tatsache, dass der achtjährigen Stute bis zum Prix d'Amérique 2026 nur zwei Wochen
Regeneration blieben, andererseits hat sie mit Éric Raffin den
siebenfachen französischen Champion im Sulky.
Im vergangenen Jahr war Iroise de la Noé im Amérique disqualifiziert worden
und hatte im Sommer eine fast halbjährige Pause erhalten.
Iroise de la Noé verteidigt ihren Titel im Prix de Belgique
Epic Kronos gilt in diesem Jahr als größte schwedische Hoffnung.
Er gewann am 21. Dezember den Prix Ténor de Baune in eindrucksvoller Manier
und stellte dabei, trotz äußerst morastiger Bahn, einen neuen Rennrekord auf.
Trainer Daniel Redén hatte schon im Februar das Pariser Winter-Meeting als festes Ziel für Epic Kronos ausgegeben
und über ihn gesagt, es sei mit Sicherheit das zäheste Pferd, das er je trainiert habe.
Ob der grandiose Erfolg im Prix Ténor de Baune aber auch dafür reicht, sich gegen ältere Gegner durchzusetzen,
wird man erst am 25. Januar wissen.
Epic Kronos wurde nach dem Ténor de Baune in seine schwedische Heimat geflogen,
um dort den letzten Feinschliff für den Amérique zu erhalten.
Beeindruckende Vorstellung von Epic Kronos im Prix Ténor de Baune
Francesco Zet hatte durch seine hohe Gewinnsumme früh einen Startplatz im Prix d'Amérique 2026 sicher,
allerdings war lange unklar, ob er die Reise aus Schweden antreten würde.
Nach seinem Sieg am 2. Weihnachtsfeiertag im Gert Lindbergs Lopp in Solvalla
entschied sich Trainer Daniel Redén mit ihm nach Paris zu gehen.
Zu Beginn seiner Karriere galt Francesco Zet lange als größter Kontrahent seines Altersgenossen Idao de Tillard,
wurde trotz grandioser Form aber nie zum Pariser Winter-Meeting entsandt.
Tatsächlich war sein bislang einziger Auftritt außerhalb Schwedens eine Enttäuschung.
Im Finale des UET Elite Circuit landete er im Oktober 2024 in Paris-Vincennes nur auf dem neunten Platz.
Immarosa ist eine Stute, die gerne unterschätzt wird.
Im letztjährigen Amérique endete sie als 138:1 Außenseiterin auf dem achten Platz,
gewann im Mai den Harper Hanovers Lopp in Solvalla, um nach mehreren erfolglosen Läufen
erneut als Außenseiterin nach Paris-Vincennes zurückzukehren.
Diesmal überraschte die achtjährige Amiral Sacha-Tochter bei ihrem Sieg im Prix du Bourbonnais
die Experten mit einer Quote von 47:1.
Sie wird auch im Prix d'Amérique 2026 zu den Außenseiterinnen gehören, kann bei gutem Rennverlauf aber immer überraschen.
Immarosa überrascht im Prix du Bourbonnais
Frank Gio ist in diesem Jahr der einzige Vertreter Italiens.
Der Fünfjährige aus dem Stall von Sébastien Guarato
hatte über seine Gewinnsumme schon früh einen Startplatz sicher,
trat am 11. Januar dennoch im Prix de Belgique an und landete bei seinem ersten Vergleich mit älteren Gegner
auf einem starken zweiten Platz.
Der Face Time Bourbon-Sohn wird im Amérique erneut im Feld geparkt werden und dann
versuchen seine Endgeschwindigkeit auf der Zielgeraden auszuspielen.
Auch er hat zwischen Belgique und Amérique nur zwei Wochen zur Regeneration.
Vor einem Jahr hatte Frank Gio in Paris-Vincennes den Prix Ourasi gewonnen und war Ende Dezember im Critérium Continental
nur an Liza Josselyn gescheitert.
Keep Going war mit fünf Jahren das jüngste Pferd beim vergangenen Prix d'Amérique,
endete dort auf dem zwölften Platz.
Auch in den darauf folgenden Rennen konnte er sich nie gegen ältere Gegner durchsetzen,
schaffte es jüngst im Prix du Bourbonnais aber letztlich auf den zweiten Platz.
Zurück in seiner Altersklasse belegte der Follow You-Sohn aus dem Stall von Mathieu Mottier
am 21. Dezember im Prix Ténor de Baune etwas überraschend nur Rang sechs.
Hokkaido Jiel hat ebenfalls reichlich Kampferfahrung in großen Rennen aufzuweisen,
nicht zuletzt bei seinem zweiten Platz im Prix d'Amérique 2024.
Für den letztjährigen Amérique hatte er sich bereits qualifiziert, konnte wegen einer Hinterbeinverletzung aber nicht teilnehmen,
musste sogar bis in den Oktober hinein pausieren.
Die neuerliche Qualifikation verpasste er in den ersten beiden B-Rennen auf Rang sechs,
schaffte diese dann aber im Prix de Bourgogne, nach einem Rennen an der Spitze, auf Rang vier.
Der Neunjährige war in großen Rennen oft vorne mit dabei, konnte von seinen letzten 28 Starts aber nur einen gewinnen.
Immortal Doc ist ein weiterer schwedischer Hengst beim Prix d'Amérique 2026.
Er qualifizierte sich als Drittplatzierter des Prix de Belgique,
nachdem er dort lange in dritter Spur hatte laufen müssen.
In seiner Heimat gewann er im August den Åby Stora Pris und endete im Prix Ténor de Baune
hinter Epic Kronos auf Platz zwei.
Bullet The Bluesky ist der vierte Starter aus Schweden.
Sein Trainer Daniel Wäjersten hatte sich im Amérique ursprünglich gute Chancen mit Borups Victory ausgerechnet,
doch musste auch er aufgrund einer Verletzung absagen.
Der fünfjährige Bullet The Bluesky rutsche über seine Gewinnsumme ins große Rennen,
wird dort aber zu den größten Außenseitern gehören.
Es wird sein erster Vergleich mit älteren Gegner sein.
Lovino Bello ist neben Frank Gio und Bullet The Bluesky der jüngste Starter im Prix d'Amérique 2026,
auch er gelangte über die Gewinnsumme und den Bonus für Fünfjährige ins Rennen.
Anfang Dezember hatte er den Prix Octave Douesnel vor Frank Gio gewonnen,
unterlag einen Monat später der Critérium Continental-Siegerin Liza Josselyn im Prix de Croix.
Beide Gegner hatte er ein Jahr zuvor im Prix Ready Cash bezwungen.
Auch Lovino Bello wird im Prix d'Amérique erstmals gegen ältere Pferden antreten,
gemessen an Frank Gio sollte er nicht völlig ohne Chance sein.
Just Love You belegte im letztjährigen Amérique den zweiten Platz und müsste von daher eigentlich zum
Favoritenkreis gehören. Die sieben Jahre alte Love You-Tochter ist in diesem Winter jedoch völlig außer Form und
schaffte es nur über die Gewinnsumme ins Feld.
Sie nahm an drei B-Rennen teil, wurde aber nie besser als Neunte und kann so auch im Prix d'Amérique 2026
nur überraschen.
Hooker Berry gewann den
Prix d'Amérique 2023,
konnte von den 34 nachfolgenden Rennen aber nur noch ein einziges gewinnen,
nimmt aufgrund seiner hohen Gewinnsumme nun zum dritten Mal am Prix d'Amérique teil.
Sein jetziger Trainer Antoine Lhérété hatte im Dezember geäußert,
Hooker Berry werde nur im Amérique laufen, wenn er zeigt, dass er konkurrenzfähig ist.
Im Prix de Bourgogne wurde er Zwölfter, zuletzt im Prix de Belgique immerhin Sechster.
Hooker Berry triumphiert im Amérique 2023
Koctel du Dain erlangte seinen Amérique-Startplatz ebenfalls über seine Gewinnsumme.
Der Sechsjährige hatte im letzten Jahr einige gute Resultate vorzuweisen, wie den Gewinn des Prix de Croix
oder Rang zwei im Critérium des 5 Ans.
Für einen vorderen Platz im Prix d'Amérique werden diese Leistungen aber eher nicht reichen.
King Opera ergatterte als Vierter im Prix de Belgique ein Ticket für den Prix d'Amérique 2026.
Er war als 38:1 Außenseiter in dieses letzte B-Rennen gegangen und wird im Amérique zu einer noch höheren Quote zu haben sein.
Der Ready Cash-Nachkomme aus dem Stall von William Bigeon konnte von seinen letzten 31 Starts nur einen gewinnen.
J'aime Le Foot verteidigte im Prix de Bretagne als 204:1 Außenseiter den vierten Platz
und bescherte Trainer Antoine Lhérété damit einen unvorhergesehenen Start im Prix d'Amérique 2026.
Tatsächlich nahm J'aime Le Foot an allen vier B-Rennen teil und wurde zuletzt im Prix de Belgique
sogar ohne Eisen aufgeboten, weil sein Trainer sich dort mehr ausrechnete, als zwei Wochen später im Amérique.
Am Ende reichte es im Prix de Belgique dennoch nur zu Platz zehn.
Harmony Du Rabutin ist ein ähnlicher Fall, auch sie qualifizierte sich völlig unerwartete für das große Rennen,
wurde im Prix du Bourbonnais Vierte.
Für die neunjährige Royal Dream-Tochter war es überhaupt erst der vierte Start in einem Gruppe-Rennen
und der größte Erfolg ihrer Karriere.
Tipp: Go On Boy - Francesco Zet - Josh Power
kostenloser Amérique Livestream:
LeTrot
Der mit einer Million Euro dotierte Grand Prix d'Amérique
gilt als das wichtigste Trabrennen der Welt,
in seiner Siegerliste befinden sich alle großen Traber der vergangenen einhundert Jahre.
Termine Pariser Winter-Meeting 2025-26:
16.11.2025
Prix de Bretagne
2.700 m
Josh Power
07.12.2025
Prix du Bourbonnais
2.850 m
Inmarosa
21.12.2025
Critérium Continental
2.100 m
Liza Josselyn
21.12.2025
Prix Ténor de Baune
2.700 m
Epic Kronos
28.12.2025
Prix de Bourgogne
2.100 m
Jushua Tree
11.01.2026
Prix de Belgique
2.850 m
Iroise De La Noe
25.01.2026
Prix d'Amérique
2.700 m
Hokkaido Jiel