Prix d'Amérique 2026
25. Januar 2026 - Trabfahren, 2.700 Meter, Paris-Vincennes
Vorbericht vom 12. November 2025
Das Pariser Winter-Meeting hat begonnen und damit natürlich auch die Spekulationen um den Prix d'Amérique 2026.
Titelverteidiger Idao de Tillard wird erneut das Maß aller Dinge sein, doch nicht nur der ein Jahr jüngere Jushua Tree
gilt als ernsthafter Konkurrent. Am 16. November steigt mit dem Prix de Bretagne das erste Qualifikationsrennen.
Idao de Tillard gewann den Prix d'Amérique in den letzten beiden Jahren und hat nun die Chance
dieses Rennen als erstes Pferd seit Ourasi 1988 zum dritten Mal in Folge zu gewinnen.
Der sieben Jahre alte Severino-Sohn hatte sich kurz nach seinem Triumph in Paris am rechten Hinterbein verstaucht
und kehrte erst im September wieder auf die Rennbahn zurück, wurde dann dreimal eher zurückhaltend eingesetzt,
zuletzt am 11. Oktober in Solvalla beim vierten Platz im Finale des UET Elite Circuit.
Trainer Thierry Duvaldestin wird die Form von Idao de Tillard
für das große Rennen im Pariser Winter-Meeting aufbauen,
sein nächster Start soll am 7. Dezember im Prix du Bourbonnais stattfinden.
Jushua Tree galt eigentlich schon beim Prix d'Amérique 2025
als schwerster Gegner von Idao de Tillard, doch konnte er aufgrund von Lahmheit nicht antreten.
Zuvor hatte Startrainer Jean-Michel Bazire über ihn gesagt,
er sei das beste Pferd, das er je trainiert habe.
Nach elf Monaten ohne Start kehrte des sechs Jahre alte Bold Eagle-Sohn im Herbst auf die Rennbahn zurück.
Wurde er beim ersten Start noch disqualifiziert, gewann er am 30. Oktober mit dem Prix des Cevennes
gleich ein relativ gut besetztes Gruppe-III-Rennen und gilt jetzt erneut als größter Herausforderer von Idao de Tillard.
Er wird am 16. November im Prix de Bretagne antreten, dem ersten Qualifikationslauf zum Prix d'Amérique 2026.
Go On Boy lag beim Prix d'Amérique 2025 am Toto mit Idao de Tillard fast gleich auf,
schaffte es nach völlig verkorkster Startphase am Ende aber nur auf den dritten Platz.
Seine ganze Klasse zeigte der zehnjährige Password-Sohn anschließend mit Siegen im Prix de France (2.100 m) und dem
Elitloppet,
den er völlig sourverän gewann.
Vor einem Jahr hatte er in Paris-Vincennes das Finale des UET Elite Circuit gewonnen.
Go On Boy hat seit Juli kein Rennen mehr bestritten, wird sich in den "B-Rennen" des Pariser Winter-Meetings
auf den Prix d'Amérique 2026 vorbereiten.
Da er seine Erfolge fast ausschließlich auf Kurzstrecken feierte, bestehen gewisse Bedenken,
ob ihm die 2.700 Meter im Amérique zu weit sein könnten.
Josh Power stand in seiner Karriere zumeist im Schatten seines Altersgenossen Jushua Tree,
setzte sich aber im Critérium des 4 Ans und 5 Ans durch.
Auch gegen ältere Gegner hat sich der Offshore Dream-Nachkomme bereits bewiesen,
gewann im Dezember den Prix du Bourbonnais und wurde anschließend Vierter im Prix d'Amérique.
Nach seiner Sommerpause zeigte sich Josh Power bislang zweimal, lief im Grand Prix de Wallonie vor Idao de Tillard
auf den zweiten Platz und unterlag seinem alten Konkurrenten Jushua Tree zuletzt im Prix des Cévennes.
Im Prix de Bretagne wird Josh Power Gelegenheit haben, sich zu revanchieren.
Just Love You konnte in der vergangenen Saison die Trabexperten mehrfach überraschen.
Im September schaffte sie es im Critérium des 5 Ans als 43:1 Außenseiterin auf Platz drei,
ergatterte im November im Prix de Bretagne unerwartet ein Ticket für den Prix d'Amérique und lief
in diesem dann sensationell auf den zweiten Platz.
Anschließend legte die Love You-Tochter eine längere Pause ein und hatte in ihren drei seitherigen Starts
keinerlei Momente.
Rechtzeitig zum Winter-Meeting darf aber auch bei ihr mit einem deutlichen Formanstieg gerechnet werden,
auch sie tritt im Prix de Bretagne an.
Jabalpur sorgte im Juni dieses Jahres für eine Sensation als er sich im äußerst stark besetzten Prix Rene Ballière
gegen Gegner wie Go On Boy, Keep Going oder Hussard Du Landret durchsetzte
und dabei einen neuen Weltrekord über die Mitteldistanz aufstellte (1:08,7 / 2.100 m).
Anschließend gewann er den Grand Prix des Alpes und am 1. November auch den Gran Premio delle Nazioni (2.100 m)
in Mailand vor dem Sieger des UET Elite Circuit-Finales, dem Wallach Inexess Bleu.
Kann der von Arnaud Chavatte trainierte sechsjährige Booster Winner-Sohn diese Form ins Winter-Meeting transportieren,
sollte man ihn auf dem Zettel haben.
Joumba De Guez ist eine weitere Vertreterin der J-Generation.
Die Stute gewann im Januar den Prix de Cornulier, das wichtigste Trabreiten der Welt,
und bewies im Februar mit einem Sieg im Prix de Paris (4.150 m),
dass sie es auch vor dem Sulky kann.
In Trabfahren gegen ihre Altersgenossen, wie dem Prix Jockey oder Critérium des 5 Ans
war sie zuvor zumeist ohne Chance gewesen. Sie ist seit April nicht mehr gelaufen.
Keep Going war mit seinen fünf Jahren das jüngste Pferd beim vergangenen Prix d'Amérique,
er endete auf dem zwölften Platz.
Auch in den darauf folgenden Rennen konnte er sich nicht gegen ältere Gegner durchsetzen,
gewann aber erneut mehrfach in seiner Altersklasse. Im Prix de Bretagne wird er sich erneut mit älteren Pferden messen.
Der Follow-You-Sohn aus dem Stall von Mathieu Mottier hatte im Vorjahr das Critérium des 4 Ans und
das Critérium Continental in neuer Rennrekordzeit gewonnen.
Izoard Védaquais wäre auch ein Kandidat für einen der vorderen Plätze im
Prix d'Amérique 2026, sollte er zu alter Form zurückfinden, schließlich
gewann der Bird Parker-Sohn aus dem Stall von Philippe Allaire bereits Rennen,
wie den Prix de Belgique oder den Harper Hanovers Lopp.
Allerdings hatte er verletzungsbedingt nicht am letzten Pariser Winter-Meeting teilnehmen können,
bestritt zwischen Juni 2024 und Oktober 2025 nur ein einziges Rennen.
Auch er trat am 30. Oktober im oben erwähnten, von Jushua Tree gewonnenen, Prix des Cévennes an
und wurde vor Josh Power Dritter. Er wird ebenfalls im Prix de Bretagne laufen.
Borups Victory gilt bereits als sicherer schwedischer Starter im Prix d'Amérique 2026,
sollte er sich qualifizieren. Er ist bereits in Frankreich und wird beim Prix de Bretagne ins Winter-Meeting starten.
Schwedens Traber des Jahres 2024 wurde vergangenes Jahr Zweiter im Elitloppet
und gewann anschließend das Hugo Åbergs Memorial und den Paralympiatravet,
endete zuletzt im Finale des UET Elite Circuit in Solvalla aber nur auf dem neunten Platz.
Francesco Zet wäre Schwedens heißestes Eisen im Feuer, sollte er denn am Prix d'Amérique teilnehmen.
Sein Trainer Daniel Redén schloss dies nicht aus, meinte sogar Francesco Zet würde im Amérique starten,
sollte zuvor in Schweden alles gut laufen, er würde vor dem Amérique aber kein Rennen in Frankreich bestreiten.
Der siebenjährige Father Patrick-Sohn hat 31 seiner 41 Rennen gewonnen, davon sieben auf Gruppe-I-Ebene.
Sein einziger Start außerhalb Schwedens, letztes Jahr im Finale des UET Elite Circuit in Paris-Vincennes,
verlief auf Rang neun allerdings enttäuschend.
Amérique Livestream:
LeTrot
Der mit einer Million Euro dotierte Grand Prix d'Amérique
gilt als das wichtigste Trabrennen der Welt,
in seiner Siegerliste befinden sich alle großen Traber der vergangenen einhundert Jahre.
Termine Pariser Winter-Meeting 2025-26:
16.11.2025
Prix de Bretagne
2.700 m
07.12.2025
Prix du Bourbonnais
2.850 m
21.12.2025
Critérium Continental
2.100 m
21.12.2025
Prix Ténor de Baune
2.700 m
28.12.2025
Prix de Bourgogne
2.100 m
11.01.2026
Prix de Belgique
2.850 m
25.01.2026
Prix d'Amérique
2.700 m