118. Deutsches Traber Derby
4. August 2013, 1.900 Meter, 3-jährige inländische Pferde, Berlin-Mariendorf
Vorbericht vom 31. Juli 2013
Die Spekulationen um den Sieger des 118. Deutschen Traber Derbys wären wohl äußerst langweilig geworden,
hätte der große Favorit
Tiger Woods As am 7. Juli im Buddenbrock-Rennen nicht auf der Derby-Bahn
geschwächelt, als er auf der Zielgeraden von seinem Trainingsgefährten
Stanislawski überlaufen
wurde und nur ungeschlagen blieb, weil dieser auf den letzten Metern zu galoppieren begann.
Schon vor seinem ersten Rennen hatte Tiger Woods As sich mit einem neuen deutschen
Qualifikationsrekord zum Favoriten für das Traber Derby gemacht, gewann sein Debüt mit 17 Längen
Vorsprung und entschied anschließend das Adbell Toddington-Rennen für sich. Auch letzten Sonntag
lieferte der von Alwin Schockemöhle gezüchtete und als Jährling für die ungewöhnlich hohe Summe
von 34.000 Euro erstandene Hengst die beste Zeit aller Derby-Vorläufe ab (1:14,4) und würde wohl
weiterhin als unschlagbar gelten, wäre da nicht Stanislawski, der ihn im Buddenbrock-Rennen
eigentlich schon geschlagen hatte.
Besondere Brisanz bekommt das Duell zwischen Tiger Woods As und Stanislawski durch den
Umstand, dass beide von Paul Hagoort trainiert und bislang von Robin Bakker gefahren wurden. Für
Hagoort galt Tiger Woods As bislang als die Nummer 1, doch nach dem Buddenbrock-Rennen
sagte er selbst, dass er sich einen Derby-Sieg von Stanislawski durchaus vorstellen könne.
Am Sonntag wird Stanislawski von dem belgischen Spitzenfahrer Dominik Locqueneux gesteuert,
der normalerweise auf französischen Bahnen aktiv ist.
Ein Derby-Sieg eines anderen Starters wäre sicherlich eine große Überraschung. Zu erwähnen wäre
dabei
Nu I Nu, der bei seinem Debüt in München zwar disqualifiziert wurde, danach in den
Niederlanden aber Start-Ziel erfolgreich war und sein drittes Rennen am Sonntag mit der
zweitbesten aller Vorlaufzeiten (1:14,8) vor
Easy Lover gewann. Kann der Bruder von
Nu Pagadi, dem Derby-Sieger von 2008, noch die ein oder andere Schippe drauflegen, wäre womöglich
auch mit ihm zu rechnen.
Peter Stroopers
Duke Of Greenwood hatte im Juni beim 3 -års Eliten in Kopenhagen einen
starken Auftritt, setzte sich in dem wohl stärksten Derby-Vorlauf gegen die in Schweden gut
gelaufenen Magic Your Way und Ibar, aber vor allem gegen
Shoemaker durch.
Schoemaker könnte man entschuldigen, da er zu Beginn dieses Vorlaufs viel arbeiten musste, um
die Führung zu erlangen, immerhin hatte er im Adbell Toddington-Rennen Platz 2 belegt, seither
ist seine Form aber eher rückläufig.
Zu noch geringeren Quoten als Tiger Woods As dotiert die ebenfalls von Paul Hagoort
trainierte und von Robin Bakker gefahrene
Mustangs Sally im
Stutenderby, das bereits
am 3. August ausgetragen wird. Sie gewann ihre fünf Starts bisher völlig souverän und muss
am Samstag eigentlich nur die Breeders Crown Siegerin
Red Riding Hood fürchten.
Ergebnisse - Vorläufe:
28. Juli 2013 - 1900 Meter, 20.000 Euro