Vorschau Pferderennen: Grosser Preis von Baden 2019
GP Baden 2019

Großer Preis von Baden 2019

1. September 2019 - 2.400 Meter, Gruppe 1, Iffezheim

Vorbericht vom 14. August 2019

Der 147. Große Preis von Baden könnte so etwas wie die Meisterprüfung für Derbysieger Laccario werden. Mögliche internationale Gegner, wie der Dubai Sheema Classic-Sieger Old Persian, der Coronation Cup-Gewinner Defoe oder der 2019 weiter ungeschlagene French King dürften für eines der bestbesetzten Felder der letzten Jahre sorgen. Sollte sich Laccario auch hier durchsetzen, würde er zu einem der heißesten Rennpferde Europas avancieren.

Laccario steht bei den Buchmachern im Wettmarkt zum Großen Preis von Baden an erster Stelle. Verständlich, bedenkt man, dass er in diesem Jahr alle vier Starts souverän gewann, zuletzt auch das Union-Rennen und das Deutsche Derby. Der dreijährige Ittlinger gilt als großer deutscher Hoffnungsträger, ein Vergleich mit seinen älteren Konkurrenten steht allerdings noch aus. Die Hengste, die im Derby direkt hinter ihm einliefen, rissen in ihren anschließenden Rennen gegen ältere Pferde keine Bäume aus, weshalb man auch bei Laccario nicht sicher sein kann. Die Art seiner Auftritte und sein "Turbo" auf der Zielgeraden waren allerdings äußerst beeindruckend.

Defoe gewann Ende Mai den Coronation Cup in Epsom vor Pferden wie Kew Gardens, Salouen, Lah Ti Dar oder Old Persian, was ihn ohne Frage zu dem am höchsten eingeschätzten Pferd aller potenziellen GP Baden-Starter macht. Anschließend setzte der von Roger Varian in Newmarket trainierte fünfjährige Schimmel sich in Ascot auch in den Hardwicke Stakes durch, bevor er im Juli in den King George Stakes, dem bislang international bestbesetzten Rennen des Jahres, gegen Enable, Crystal Ocean und Co keine Chance hatte. Defoe war im Großen Preis von Baden 2018 nur vom späteren Caulfield Cup-Sieger Best Solution mit Hals bezwungen worden und hatte auch im Großen Preis von Bayern den Ehrenplatz belegt, wo er an Iquitos scheiterte.

French King gewann in diesem Jahr alle vier Starts, zuletzt auch den Großen Preis von Berlin vor den englischen Gästen Communique und Old Persian. Der vierjährige Schützling des französischen Trainers Henri-Alex Pantall setzte sich im Februar in Katar in der zur Gruppe 1 zählenden Amir Trophy (2.400 m) durch und holte anschließend in Deutschland den Carl Jaspers-Preis und den Großen Hansa Preis. Der French Fifteen-Sohn soll nach dem Großen Preis von Baden womöglich in den Prix de l’Arc de Triomphe gehen.

Old Persian blieb im Großen Preis von Berlin hinter French King, war in Hoppegarten allerdings aus einer zweimonatigen Pause gekommen. Trainer Charlie Appleby, dem das Rennen zu langsam gelaufen wurde, erklärte gegenüber der Racing Post, dass ein Start von Old Persian im Großen Preis von Baden nicht unwahrscheinlich sei. Noch im März hatte der Dubawi-Sohn das mit 6 Millionen US-Dollar dotierte Dubai Sheema Classic gewonnen.

Donjah startete als Zweijährige fulminant in ihre Karriere, ließ die besten deutschen Hengste reihenweise stehen und galt, obwohl eine Stute, über Winter als Favoritin auf den Sieg im Deutschen Derby. Verletzungsbedingt musste ihr Saisondebüt immer wieder verschoben werden. Ihren ersten Start absolvierte sie nach neunmonatiger Rennpause am 4. August dann gleich im Preis der Diana, wo ihr 6. Platz den Umständen entsprechend befriedigend ausfiel. Wie gut Donjah wirklich ist und ob sie nach dem Aufbaustart zu alter Form finden wird, ist realistisch nicht zu beurteilen. Sollte die Teofilo-Tochter jedoch an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen können, ist der ausgeruhten Stute auch im Preis von Baden manches zuzutrauen.

Ashrun ist ein dreijähriger Hengst, der in diesem Jahr bei drei Starts ungeschlagen blieb. Ende Juni hatte er den Derby-Trial in Hannover gewonnen, war dann aber nicht für das Deutsche Derby nachgenannt worden. Stattdessen entschied man sich für einen Start im Prix Valparaiso de Reux in Deauville, einem Gruppe-III-Rennen über 2.500 Meter, das er ebenfalls gewann. Der von Andreas Wöhler vorbereitete Authorized-Sohn soll nun in den Großen Preis von Baden gehen, wo er sich erstmals mit den Großen seines Gewerbes messen kann.

Quest The Moon war nach seinem Pariser-Sieg im Prix du Lys als Mitfavorit ins Deutsche Derby gegangen, belegte dort, relativ deutlich geschlagen, Rang 4. Sein erster Vergleich mit älteren Pferden endete am 28. Juli im Münchner Dallmayr-Preis hinter Danceteria und Stallgefährte Wai Key Star auf dem 3. Platz. Sicherlich noch zu wenig um im Großen Preis von Baden vorne mitreden zu können.

Lah Ti Dar, der Prix d'Harcourt-Sieger Ghaiyyath, Grand Prix de Chantilly-Gewinner Aspetar oder der letztjährige Arc-Sechste Salouen sind Namen von starken internationalen Pferden, die sich ebenfalls auf der Nennungsliste des Großen Preis von Baden befinden, erfahrungsgemäß werden aber die wenigsten von ihnen am 1. September in Iffezheim auftauchen. Wahrscheinlicher ist es, dass das eine oder andere Spitzenpferd nachgenannt wird, auch als Vorbereitung auf den Prix de l’Arc de Triomphe 2019 und den Melbourne Cup.

Der Große Preis von Baden wird seit 1858 in Iffezheim ausgetragen. Der Sieger erhält einen Startplatz im Breeders' Cup Turf und Japan Cup.

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