Traber Derby 2020

Deutsches Traber-Derby 2020

20. September 2020 - 1.900 Meter, Berlin-Mariendorf

Vorbericht vom 04. August 2020

Nach seinem äußerst eindrucksvollen Auftritt beim Adbell-Toddington-Rennen muss Keytothehill als heißester Anwärter auf den Sieg im 125. Deutschen Traber-Derby gesehen werden. Auch die dort Platzierten, sowie der in Schweden groß auffahrende Hidalgo Heldia, werden in Berlin-Mariendorf zu den Favoriten gehören. Und mit Body N Soul und Straight Flush konnten jüngst zwei weitere Hengste auf sich aufmerksam machen. Mehr Licht ins Dunkel sollte am 16. August das Buddenbrock-Rennen bringen.

Keytothehill zählt spätestens seit dem 3. Juli zu den Topfavoriten des Deutschen Traber-Derbys. In Wolvega hatte er sich im Championnat Des 3 Ans durchgesetzt und dabei Kuyt F.Boko deutlich geschlagen, der als Zweijähriger in Schweden das Breeders Course Finale gewonnen hatte. Wie in Wolvega setzte sich Keytothehill auch im Adbell-Toddington-Rennen an die Spitze und verteidigte sie auch auf der Derbybahn bis ins Ziel. Bedenkt man, dass er ohne größer gefordert zu werden, in 1:12,4 gewann, kann der von Arnold Mollema trainierte Wallach derzeit nur als klarer Derby-Favorit gelten. Aber natürlich muss er dann auch seine Topform bis zum 20. September aufrechterhalten.

Wild West Diamant war als Favorit ins Adbell-Toddington-Rennen gestartet, nachdem er zuvor in Schweden in einer Zeit von 1:11,7 gestoppt worden war. In Berlin reichte es hinter Keytothehill nur zu Rang 2, doch hatte er dort aufgrund seiner mäßigen Startgeschwindigkeit auch ein sehr aufwendiges Rennen. Der Muscle Hill-Sohn, der bei seinen fünf Starts nie schlechter als Zweiter wurde, wird von Paul Hagoort vorbereitet, Gewinner von vier der letzten fünf Deutschen Traber-Derbys.

Jonny Hill war im Adbell-Toddington-Rennen lange hinter Keytothehill an der Innenseite eingeklemmt. Gegen den Sieger hätte er an diesem Tag nichts ausrichten können, doch war auch seine Leistung äußerst ermutigend. Der von Michael Nimczyk für deutsche Interessen trainierte, startschnelle Muscle Hill-Nachkomme hatte zuvor seine beiden Starts in Gelsenkirchen klar gewonnen.

Hidalgo Heldia ist nach vier Rennen noch ungeschlagen, die er sämtlich in Schweden absolviert hat. Zuletzt gewann der Raja Mirchi-Sohn am 3. Juni, trotz Starts aus der 2. Reihe, nach hartem Kampf den Anders Kihlströms Minne, einen Vorlauf des Norrlands Elitserie Finales. Eigentlich hätte auch er am Adbell-Toddington-Rennen teilnehmen sollen, wurde kurz zuvor aber an Roger Wittmann verkauft, der ihm nach der längeren Pause ein solch hartes Rennen nicht zumuten wollte. Da es mittlerweile einen Rechtsstreit um die Besitzrechte von Hidalgo Heldia gibt, ist seine nähere Zukunft ungewiss. Vorerst bleibt er in Schweden am Stall von Patricia van der Meer.

Body N Soul hat mit einem famosen Auftritt am 1. August seinen Hut in den Ring geworfen. Trotz zweiter Startreihe und Fahrt durch die Außenbahnen gewann der Maharajah-Sohn das gut besetzte Dreijährigen-Warm-up souverän und ist nach drei Rennen weiter ungeschlagen. Mike Lenders, Besitzer, Züchter, Trainer und Fahrer von Body N Soul, hatte vor dem Rennen geäußert, dass es ihm lieber gewesen wäre, sein Schützling hätte direkt am Startwagen Erfahrung sammeln können. In Daglfing hatte Body N Soul sich beim Start nämlich ziemlich grün angestellt und schnell am Ende des Feldes wiedergefunden, sich dennoch auf der Zielgeraden gegen Rudi Hallers Black Jack durchgesetzt.

Straight Flush hatte bei seinem Sieg am 2. August im Equine Auktionsrennen einen perfekten Rennverlauf, gewann leicht in 1:13,5. Da er von Michael Nimczyk nie aufgefordert werden musste, darf für die kommenden Rennen noch einiges erwartet werden. Einen äußerst aufwendigen Rennverlauf hatte er dagegen bei seiner bislang einzigen Niederlage im Dreijährigen-Warm-up am 21. Juni, zeigte dort dennoch große Moral und unterlag nur mit Nase gegen Piccadilly, der das Rennen anschließend mit einem Sieg in Schweden noch aufwertete.

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