Prix d'Amerique 2023

Prix d'Amérique 2023

29. Januar 2023 - Trabfahren, 2.700 Meter, Paris-Vincennes        english version

Vorbericht vom 23. November 2022

Das Pariser Winter-Meeting hat begonnen und damit auch die Vorbereitung auf den Prix d'Amérique 2023. Womöglich kommt der Sieger des bedeutendsten Trabrennens der Welt diesmal nicht aus Frankreich, werden doch einige aussichtsreiche Pferde aus Skandinavien erwartet.

Calgary Games ist nicht nur Schwedens ganz große Trab-Hoffnung, er gilt bei den Buchmachern auch als Favorit auf den Gewinn des Prix d'Amérique 2023, obwohl er seit über einem Jahr kein Rennen mehr bestritten hat. Bei keinem seiner bisherigen neun Starts konnte Calgary Games bezwungen werden, gewann im letzten Jahr das Svenskt Travderby und den UET Grand Prix mühelos. In diesem Jahr wurde der fünfjährige Readly-Express-Sohn als Deckhengst eingesetzt, soll von seinem finnischen Trainer Timo Nurmos nun aber auf den Amérique vorbereitet werden und vorzugsweise auch an einem der Qualifikationsrennen teilnehmen. Seine Wiederqualifikation gelang am 2. November in Solvalla in einer eindrucksvollen Zeit von 1:11,7 über 2140 Meter.

Etonnant startete im Januar als Favorit in den Prix d'Amérique, enttäuschte jedoch auf dem achten Platz. Welch großer Traber der von Richard Westerink trainierte achtjährige Timoko-Sohn ist und dass er mit allen Distanzen zurechtkommt, zeigte er vier Monate später im schwedischen Solvalla beim Gewinn des Elitloppet 2022. Obwohl schwach gestartet und im weiteren Verlauf durch eine Galoppade zurückgeworfen, gewann der Franzose das Finale der "Sprint-Weltmeisterschaft" in beeindruckender Manier. Anders als vielen seiner Konkurrenten wurde Etonnant seither keine längere Pause verortet. Zuletzt trat er im Oktober in den USA im Yonkers International Trot an, wo er nach erneut schwachem Start und Galoppade nur Achter wurde.

San Moteur ist eine weitere schwedische Hoffnung. Wie Calgary Games ist er fünf Jahre alt und auch seine Bilanz kann sich sehen lassen. Von seinen zwanzig Starts gewann er fünfzehn, zuletzt im August den Jubileumspokalen. Seither pausiert der Panne de Moteur-Sohn, soll laut Trainer und Fahrer Björn Goop aber das Pariser Winter-Meeting ansteuern und sich dort erstmals außerhalb Schwedens präsentieren.

Hohneck war mit fünf Jahren der jüngste Teilnehmer im letzten Prix d'Amérique, schaffte es dort auf einen starken fünften Platz. Der letztjährige Gewinner des Critérium Continental gewann nach dem Amérique noch vier Gruppe-II-Rennen, endete jüngst im Critérium des 5 ans und Championnat Européen des 5 ans auf dem Ehrenlatz.

Idao de Tillard gilt in Frankreich als talentiertester Vierjähriger. Wenn er nicht gerade disqualifiziert wurde, konnte der Sévérino-Sohn meist von keinem Altersgenossen aufgehalten werden, setzte sich aber auch schon gegen ältere Gegner durch, wie im Prix De Selection gegen Hohneck oder zuletzt am 16. Oktober im Grand Prix Du Sud-Ouest. Ob der junge Hengst tatsächlich schon beim Prix d'Amérique 2023 antritt, wird Trainer Thierry Duvaldestin erst im Verlauf des Winter-Meetings entscheiden.

Francesco Zet ist das schwedische Abbild zu Idao de Tillard. Auch er ist vier Jahre alt und findet unter seinen Altersgenossen kaum Gegner. Seine letzten zwölf Rennen konnte er gewinnen, darunter das Svenskt Trav-Kriterium, das Finale der Sprintermästaren, das Svenskt Travderby und jüngst die Breeders‘ Crown. Auch bei ihm ist natürlich nicht klar, ob er bereits in diesem Winter in Paris antreten wird, vermutlich aber eher nicht.

Moni Viking könnte die Farben Norwegens im Prix d'Amérique 2023 vertreten. Der ausgewiesene Steher hatte bereits vor zwei Jahren am Amérique teilgenommen, war damals jedoch disqualifiziert worden. Da er sich, trotz seiner neun Jahre und zwischenzeitlicher gesundheitlicher Probleme, aber in großer Form präsentiert, ist ein erneutes Engagement in Paris nicht unwahrscheinlich. Im Sommer hatte er nach dem Åby Stora Pris auch den Sundsvall Open Trot gewonnen.

Hip Hop Haufor gewann am 20. November das erste Qualifikationsrennen, den Prix de Bretagne, und hat damit seinen Startplatz im Prix d'Amérique sicher, besonders stark war die Konkurrenz in diesem "B-Rennen" allerdings nicht. Schon einen Monat zuvor hatte sich der Up And Quick-Sohn, der am liebsten aus dem hinteren Teil des Feldes nach vorne stößt, bei seinem dritten Platz im Championnat Européen des 5 ans in guter Form präsentiert, war dort erst nach Zielfoto an Hohneck gescheitert.

Italiano Vero ist nach dem zweiten Platz im Prix de Bretagne ebenfalls für den Prix d'Amérique qualifiziert. Auch wenn er mehrfach an Idao de Tillard scheiterte, gehört er zu Frankreichs besten Vierjährigen, wird es im Amérique aber nicht einfach haben, sollte er dort überhaupt antreten.

Ampia Mede SM gehörte Ende letzten Jahres zu den Amérique-Favoriten, sie hatte acht Rennen in Folge gewonnen. Im Prix Tenor De Baune schaffte sie es jedoch nicht ins Ziel, konnte deshalb nicht am großen Rennen teilnehmen. Anschließend fand die italienische Stute nie wieder zu ihrer Form, enttäuschte gerade auch im Prix de Bretagne. Dort wurde sie nur Vierte, schaffte die Qualifikation dennoch, da Hussard du Landret zurückgestuft wurde. Sollte sie irgendwie zurück zur Bestform finden, könnte sie im Amérique überraschen.

Langzeitquoten für den Prix d'Amérique 2023 findet man bei Racebets.

pferderennen

Der mit einer Million Euro dotierte Grand Prix d'Amérique gilt als bedeutendstes Trabrennen der Welt, er wird seit 1920 in Paris-Vincennes ausgetragen. Der Hengst Ourasi gewann das Rennen zwischen 1986 und 1990 viermal. Jean-René Gougeon, der "Papst von Vincennes", war als Fahrer achtmal erfolgreich. Die schnellste Zeit gelang Face Time Bourbon im Jahr 2021 mit 1:10,8.

Termine Pariser-Wintermeeting 2022-23:
20.11.2022
Prix de Bretagne
2.700 m
Hip Hop Haufor
11.12.2022
Prix du Bourbonnais
2.850 m
24.12.2022
Critérium Continental
2.100 m
24.12.2022
Prix Ténor de Baune
2.700 m
01.01.2023
Prix de Bourgogne
2.100 m
15.01.2023
Prix de Belgique
2.850 m
29.01.2023
Prix d'Amérique
2.700 m


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