Deutschland

Im Gegensatz zu Ländern wie England oder Frankreich ist der Pferderensport in Deutschland nur eine Randsportart. Dennoch haben deutsche Galopper und Traber große internationale Erfolge aufzuweisen. So galoppierte die deutsche Stute Danedream erst 2011 beim Prix de l'Arc de Triomphe zum Sieg. Auch das bedeutendste Trabrennen der Welt, der Prix d’Amerique, wurde schon von deutschen Pferden gewonnen. Diamond Way gilt als einer der erfolgreichsten Traber-Zuchthengste der Welt und zu den bedeutendsten Galopprennen des internationalen Rennkalenders zählt der Große Preis von Baden.

Galopprennen

Seinen Anfang nahm der deutsche Galopprennsport vor fast zweihundert Jahren, als 1822 in Bad Doberan bei Rostock das erste Rennen ausgetragen wurde. Mittlerweile werden in der Bundesrepublik jedes Jahr auf 34 Rennbahnen rund 1.350 Galopprennen veranstaltet, darunter auch 44 Gruppe-Rennen.
Das international bedeutendste unter ihnen ist der Große Preis von Baden. Seit 1858 wird dieses Rennen jedes Jahr Anfang September in Iffezheim bei Baden Baden über 2400 Meter gelaufen. Zu den rennomiertesten deutschen Rennen zählen neben dem Deutschen Derby in Hamburg, und dem Deutschen Stutenderby - Preis der Diana in Düsseldorf auch die anderen vier Gruppe-I-Rennen, der Preis von Europa (Köln), der Große Preis von Berlin (Hoppegarten) und die beiden Rennen in München Riem, das Bayerisches Zuchtrennen und der Große Preis von Bayern (ehemals Rheinland-Pokal).
Wenn es in Deutschland zu kalt wird Rennen auf Gras auszutragen, dann werden zwischen November und März in Neuss und Dortmund Galopprennen auf der Sandbahn ausgetragen.
Der Stute Danedream gelang 2011 der wohl größte Erfolg der deutschen Galoppgeschichte, als sie den Prix de l'Arc de Triomphe in Rekordzeit gewinnen konnte. Ein Triumph im wichtigsten Galopprennen der Welt war vor ihr nur Star Appeal 1975 gelungen.
Obwohl Acatenango den 'Arc' nie gewinnen konnte, ist er wohl trotzdem das berühmteste deutsche Rennpferd. Der Sieger von zwölf Gruppe-Rennen war nach seiner Karriere in der Zucht besonders erfolgreich. Überhaupt genießt die deutsche Vollblutzucht international vor allem auf der Steherdistanz einen ausgezeichneten Ruf. In jüngster Vergangenheit zeichneten sich dabei der 2012 verstorbene Königsstuhl-Sohn Monsun oder der in Besitz von Helmut von Finck befindliche Soldier Hollow aus.

Trabrennen

Das erste offizielle Trabrennen in Deutschland fand 1874 in Groß-Jüthorn bei Hamburg auf einer alten Galopprennbahn statt. Wenig später wurden in Hamburg-Bahrenfeld und Berlin-Weißensee die ersten reinen Trabrennbahnen erschaffen, die unter der Bevölkerung großen Anklang fanden und gut besucht wurden.
Heutzutage gibt es in Deutschland 44 Trabrennbahnen auf denen im Jahr an die 3000 Trabrennen ausgetragen werden, die meisten davon auf den Bahnen in Berlin-Mariendorf, Gelsenkirchen, Hamburg-Bahrenfeld und Dinslaken.
Neben dem jedes Jahr am ersten Sonntag im August gelaufenen Deutschen Traber-Derby in Berlin-Mariendorf zählt der Große Preis von Deutschland in Hamburg-Bahrenfeld zu den wichtigsten deutschen Trab-Prüfungen.
Mit einer Gewinnsumme von über 2 Millionen Euro ist Abano As das gewinnreichste Trabrennpferd Deutschlands. Der Hengst trug sich auch in die Siegerliste des wichtigsten Trabrennens der Welt, dem Prix d’Amerique, ein. Vor ihm war dies 1953 bereits Permit als erstem deutschen Pferd gelungen. Der legendäre Charlie Mills hatte dieses Rennen 1934 als erster deutscher Fahrer gewonnen.
Die ganz großen internationalen Erfolge blieben dem aus dem Gestüt von Alwyn Schockemühle stammenden Hengst Diamond Way zwar verwehrt, doch wurde er nach seiner Rennkarriere zu einem der weltweit erfolgreichsten Zuchthengste. Seine Nachkommen gewannen mehr als 65 Millionen Euro.



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