Der Japan Cup
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Japan Cup

Der Japan Cup ist eines der höchstdotierten Pferderennen der Welt, zu dem sich alljährlich mehr als 100.000 Zuschauer einfinden. Er kommt am letzten Sonntag im November auf der Rennbahn in Tokio-Fuchu über eine Strecke von 2.400 Metern (1 ½ Meilen) zur Austragung.

Beim Japan Cup handelt es sich um ein Einladungsrennen, zu dem die Sieger mehrerer großer internationaler Galopprennen eingeladen werden und im Falle einer Platzierung einen Extrabonus erhalten. Aus Sicherheitsgründen sind nicht mehr als 18 Pferde startberechtigt, höchstens zehn ausländische Pferde dürfen teilnehmen. Dreijährige Pferde, Stuten, aber auch Pferde von der südlichen Erdhalbkugel erhalten eine Gewichtserlaubnis.

Der Linkskurs in Tokio wurde 1933 erbaut. Die Anlage fast 133.000 Zuschauer und bietet bei gutem Wetter einen herrlichen Blick auf Japans höchsten Berg, den heiligen Vulkan Fuji (3.776 Meter). Die riesige Tribüne beherbergt neben achtzig Restaurants auch das hochmoderne JRA Racing Museum.

Zu einer der dramatischsten Austragungen des Japan Cups kam es 2012, als der japanische Triple-Crown-Sieger von 2011 Orfevre auf die Gewinnerin der Stuten-Triple-Crown von 2012 Gentildonna traf. Die Stute gewann das Rennen nach hartem Zweikampf mit einer "Nase" Vorsprung. Beide Pferde waren im Zieleinlauf aneinander geprallt, weshalb der Richterspruch erst nach Protest und zwanzigminütiger Verspätung erfolgte. Gentildonna siegte auch ein Jahr später und ist bis heute das einzige Pferd das den Japan Cup zweimal gewinnen konnte.

Der Japan Cup wurde ursprünglich geschaffen, um dem aufstrebenden japanischen Galopprennsport die Möglichkeit zu geben, sich mit den besten Pferden der Welt zu messen. Für mehrere Jahre war er das höchstdotierte Pferderennen der Welt. In den Jahren nach seiner ersten Austragung 1981 gewannen ihn vor allem Pferde aus Nordamerika und Europa, darunter 1995 auch der deutsche Hengst Lando. Seit der Jahrtausendwende dominieren einheimische Pferde das Rennen, nach 2005 ist es keinem ausländischen Pferd mehr gelungen sich zu platzieren.
Die japanische Dominanz hängt mit der gestiegenen Qualität des japanischen Galopprennsports zusammen. Hinzu kommt, dass im November die Saison für viele europäische und amerikanische Pferde abgeschlossen ist, während japanische Pferde in den Sommermonaten normalerweise eine Rennpause einlegen, um für den Japan Cup und das äußerst beliebte Arima Kinen gerüstet zu sein.

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Siegerliste:



Jockey Trainer
2018 Almond Eye Japan Christ. Lemaire Sakae Kunieda
2017 Cheval Grand Japan Hugh Bowman Yasuo Tomomichi
2016 Kitasan Black Japan Yutaka Take Hisashi Shimizu
2015 Shonan Pandora Japan Kenichi Ikezoe Tomokazu Takano
2014 Epiphaneia Japan Christ. Soumillon Katsuhiko Sumii
2013 Gentildonna Japan Ryan Moore Sei Ishizaka
2012 Gentildonna Japan Yasunari Iwata Sei Ishizaka
2011 Buena Vista Japan Yasunari Iwata Hiroyoshi Matsuda
2010 Rose Kingdom Japan Yutaka Take Kojiro Hashiguchi
2009 Vodka Japan Christ. Lemaire Katsuhiko Sumii
2008 Screen Hero Japan Mirco Demuro Yuichi Shikato
2007 Admire Moon Japan Yasunari Iwata Hiroyoshi Matsuda
2006 Deep Impact Japan Yutaka Take Yasuo Ikee
2005 Alkaased USA Frankie Dettori Luca Cumani
2004 Zenno Rob Roy Japan Olivier Peslier Kazuo Fujisawa
2003 Tap Dance City USA Tetsuzo Sato Shozo Sasaki
2002 Falbrav Irland Frankie Dettori Luciano d'Auria
2001 Jungle Pocket Japan Olivier Peslier Sakae Watanabe
2000 T M Opera O Japan Ryuji Wada Ichizo Iwamoto
1999 Special Week Japan Yutaka Take Toshiaki Shirai
1998 El Condor Pasa USA Masayoshi Ebina Yoshit. Ninomiya
1997 Pilsudski Irland Michael Kinane Michael Stoute
1996 Singspiel Irland Frankie Dettori Michael Stoute
1995 Lando Deutschland Michael Roberts Heinz Jentzsch
1994 Marvelous C. Japan Katsumi Minai Makoto Osawa
1993 Legacy World Japan Hiroshi Kawachi Hideyuki Mori
1992 Tokai Teio Japan Yukio Okabe Shoichi Matsumoto
1991 Golden Pheas. USA Gary Stevens Ch. Whittingham
1990 Better Loos. Up Australien Michael Clarke David Hayes
1989 Horlicks Neuseeland Lance O'Sullivan Dave O'Sullivan
1988 Pay The Butler USA Chris McCarron Robert J. Frankel
1987 Le Glorieux Frankreich Alain Lequeux Robert Collet
1986 Jupiter Island Irland Pat Eddery Clive Brittain
1985 Symboli Rudolf Japan Yukio Okabe Yuji Nohira
1984 Katsuragi Ace Japan Katsuichi Nishiura Kazumi Domon
1983 Stanerra Irland Brian Rouse Frank Dunne
1982 Half Iced USA Don MacBeth Stanley M. Hough
1981 Mairzy Doates USA Cash Asmussen John Fulton

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