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Cheltenham Gold Cup 2013

15. März 2013, Jagdrennen, Gruppe 1, 5331 Meter (3m 2 ½ f), Cheltenham, England

Ergebnis:


Abst.
Alter Trainer Jockey
1.
Bobs Worth 8 N J Henderson B J Geraghty
2. 7 Sir Des Champs 7 W P Mullins A P McCoy
3. 2Âľ Long Run 8 N J Henderson Mr S Waley-Cohen
4. 6 The Giant Bolster 8 D G Bridgwater T Scudamore
5. 6 Cape Tribulation 9 J M Jefferson D F O'Regan
6. 13 Captain Chris 9 P J Hobbs R Johnson
7. 37 Wayward Prince 9 Mrs H Parrott Jack Doyle
P
Monbeg Dude 8 M Scudamore S Twiston-Davies
P
Silviniaco Conti 7 P F Nicholls R Walsh


Vorbericht vom 6. März 2013


Es scheint so als würde es beim diesjährigen Cheltenham Gold Cup zu einem höchst interessanten und offenen Rennen kommen. Durch den traurigen Tod des Titelverteidigers Synchronised, in Folge seines Sturzes beim Grand National, und dem Rücktritt des legendären Kauto Star, wittert nun eine neue Generation von Hindernispferden ihre Chance. Allen voran Hennessy Gold Cup Sieger Bobs Worth, der im Februar etwas überraschend nicht beim Argento Chase antrat, was seiner Favoritenstellung bei den Buchmachern jedoch keinen Abbruch tat. Long Run, aktueller Sieger im King George VI Chase 2012, konnte den Gold Cup bereits 2011 gewinnen, zählt natürlich zu den ganz heißen Kandidaten. Er wurde bei seinem Saisondebüt im November von Silviniaco Conti geschlagen, welcher im Februar beim Denman Chase erneut überzeugte und ebenfalls zum engeren Favoritenkreis zählt. Dazu gehört auch die irische Hoffnung Sir Des Champs, der Anfang Februar mit einem Sieg über Flemenstar im irischen Hennessy Gold Cup beeindruckte. Imperial Commander, Gold Cup Gewinner von 2010, musste seine Teilnahme kurzfristig absagen.

Bobs Worth scheint der Kurs in Cheltenham zu liegen, denn in bislang vier Rennen ist er dort noch ungeschlagen. Darunter auch zwei Siege beim Cheltenham Festival, im Albert Bartlett Novices’ Hurdle 2011 und im Vorjahr beim RSA Chase. Endgültig zum Gold Cup Favorit wurde Bobs Worth aber durch seinen Sieg beim Hennessy Gold Cup am 1. Dezember in Newbury, den er vor Tidal Bay und First Lieutenant gewinnen konnte. Dieser Sieg wurde anschließend noch durch den Erfolg von Tidal Bay beim Lexus Chase in Irland aufgewertet, als dieser dort vor Sir Dechamps und First Lieutenant einlief. Bobs Worth, der mehrfach große Qualitäten im Endkampf bewiesen hat, wurde von seinem Trainer Nicky Henderson nach dem Erfolg in Newbury nicht ins Rennen geschickt, kann so in Cheltenham völlig ausgeruht an den Start gehen.

Long Run, ein Stallgefährte von Bobs Worth, konnte den Cheltenham Gold Cup bereits vor zwei Jahren gewinnen, enttäuschte beim Versuch der Titelverteidigung jedoch im Vorjahr, als er hinter Synchronised und Giant Bolster nur als Dritter über die Linie ging. Nach der Sommerpause wurde er bei seinem Debüt im November auch noch von Silviniaco Conti im Betfair Chase besiegt, gewann anschließend aber zum zweiten Mal das prestigeträchtige King George VI Chase in Kempton, wobei er dort aber nicht auf allzu starke Konkurrenz traf. Seine Sprungtechnik ist noch immer nicht die beste, in Topform braucht sich Long Run, der beim Gold Cup 2011 Kauto Star und Denman besiegt hatte, aber vor niemandem zu verstecken.

Silviniaco Conti ist nach den Rücktritten von Denman und Kauto Star die neue Hoffnung von Startrainer Paul Nicholls. Der relativ kleine Hengst hatte Bobs Worth im Dezember 2011 beim Feltham Novices' Chase in Kempton hinter sich gelassen, war dann aber zwei Monate später von ihm beim Reynoldstown Novices' Chase, ebenfalls über 3 Meilen, geschlagen worden. Seither hat Silviniaco Conti seine folgenden vier Rennen gewonnen, besiegte dabei auch Long Run bei dessen Saisondebüt beim Betfair Chase im November 2012 und glänzte zuletzt Anfang Februar mit einem leichten Sieg beim Denman Chase, sieben Längen vor The Giant Bolster.

Sir Des Champs hatte, nachdem er Ende 2010 von Frankreich nach Irland gewechselt war, sieben Rennen in Folge gewonnen, darunter auch das Jewson Novice Chase beim Cheltenham Festival 2012. Seine erste Niederlage kassierte er Anfang Dezember in Punchestown von Flemenstar. Anschließend landete er beim Lexus Chase hinter Tidal Bay, First Lieutenant und erneut Flemenstar, ging dort jedoch nur weniger als eine Länge hinter dem Sieger über die Linie. Sein großes Comeback gelang dann Anfang Februar beim irischen Hennessy Gold Cup, wo er die drei Meilen fast zwei Längen vor Flemenstar bewältigte, woraufhin dieser vom Cheltenham Gold Cup zurückgezogen wurde. Als Siebenjähriger steht Sir Des Champs wohl noch nicht am Ende seiner Entwicklung. Kann er sich erneut verbessern, ist ein weiterer Sieg in Cheltenham möglich.

The Giant Bolster gelang letztes Jahr beim Cheltenham Gold Cup fast eine Sensation, als er als 50:1 Außenseiter vor Long Run Zweiter wurde. Diesen Erfolg konnte er anschließend nur bedingt bestätigen, lief bei seinem Saisondebüt beim Betfair Chase hinter Silviniaco Conti und Long Run ein und wurde beim King George VI Chase sogar aus dem Rennen genommen. Beim Denman Chase im Feburar wurde er Zweiter zwar von Silviniaco Conti erneut klar geschlagen, zeigte sich aber zumindest bei seinen Sprüngen verbessert. Der von David Bridgewater trainierte Wallach scheint eine Vorliebe für die Bahn in Cheltenham zu haben, konnte dort schon zweimal gewinnen.

Captain Chris lief im Dezember beim King George Chase das Rennen seines Lebens, als er nur äußerst knapp von Long Run geschlagen wurde. So bewies er zumindest, dass er die drei Meilen stehen und bei den ganz Großen mitlaufen kann. Anschließend kam er im Februar beim Ascot Chase jedoch sechs längen hinter Cue Card ins Ziel. In Führung liegend war er am vorletzten Hindernis beinahe gestürzt und hatte so den Sieg verschenkt.

Imperial Commander, Cheltenham Gold Cup Sieger 2010, musste seine Teilnahme wegen einer Lungeninfektion absagen, er wird womöglich aber beim Grand National an den Start gehen.




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