Vorschau: Japan Cup 2018
 Japan Cup 2018

Japan Cup 2018

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25. November 2018 - 2.400 Meter, Tokio, Japan

  Vermutliches Startfeld Alter Kg Trainer  
  Almond Eye 3 53,0 S. Kunieda  
  Capri 4 57,0 A. O'Brien  
  Ganko 5 57,0 S. Matsumoto  
  Happy Grin 3 55,0 J. Tanaka  
  Kiseki 4 57,0 K. Nakatake
  Makahiki 5 57,0 Y. Tomomichi

Mikki Rocket 5 57,0 H. Otonashi

Mikki Swallow 4 57,0 T. Kikuzawa

Noble Mars 5 57,0 H. Miyamoto

Satono Crown 6 57,0 N. Hori

Satono Diamond 5 57,0 Y. Ikee

Sounds Of Earth 7 57,0 K.Fujioka

Suave Richard 4 57,0 Y. Shono

Thundering Blue 5 57,0 D. Menuisier

Win Tenderness 5 57,0 H. Sugiyama

Vorbericht vom 14. November 2018

Allzu viel Glamour hat der japanische Galopprennsport in den letzten Jahren nicht verbreitet. Dies könnte sich ändern, scheint mit der Triple-Crown-Siegerin Almond Eye doch ein neuer Stern aufgegangen zu sein. Ob die dreijährige Stute tatsächlich das Zeug dazu hat, Japan auch international wieder Geltung zu verschaffen, kann sie nun beim Japan Cup 2018 unter Beweis stellen. Die Konkurrenz auf die sie dort treffen wird ist sicherlich nicht das Beste was der internationale Galoppsport zu bieten hat, doch müssen auch Titelverteidiger Cheval Grand oder der einstige Arima Kinen-Gewinner Satono Diamond erst einmal bezwungen werden. Aus Europa reist der letztjährige Irish Derby-Sieger Capri an.

Almond Eye gewann am 8. April die japanischen 1.000 Guineas über die Meile in Rekordzeit. Sechs Wochen später war sie auch über 2.400 Meter in den Oaks nicht zu stoppen, siegte in der zweitschnellsten Zeit der 79-jährigen Geschichte dieses Stutenderbys. Am 14. Oktober gelang ihr dann beim Shuka Sho (2.000 m) auch der Erfolg im dritten Teil der japanischen Triple-Crown. Die japanische Stuten-Triple-Crown hatten vor ihr nur vier Pferde gewonnen. Zuletzt gelang dies 2012 Gentildonna, und die ist bislang die einzige, die den Japan Cup zweimal gewonnen hat. Almond Eyes Vater Lord Kanaloa gewann auf Sprintstrecken sechsfach auf Gruppe-I-Level. Die Ausdauer kommt von ihrer Mutter Fusaichi Pandora, die es auf Steherdistanzen in Gruppe-I-Rennen viermal in die Platzierung schaffte. Almond Eye trifft im Japan Cup erstmals auf ältere und männliche Gegner.

Cheval Grand wird als Titelverteidiger natürlich auch in diesem Jahr zu den Favoriten gehören. Der Heart's Cry-Sohn hatte nach seinem etwas überraschenden Sieg im Japan Cup 2017 beim Arima Kinen 2017 den 3. Platz belegt und ging in diesem Jahr der gleiche Route wie im Vorjahr. Wie schon 2017 zeigte er im April beim Tenno Sho (Spring) eine starke Leistung, unterlag dort Rainbow Line nur mit "Hals". Nach der Sommerpause reichte es am 8. Oktober beim Kyoto Daishoten nur zu Rang 4, im Japan Cup dürfte von Cheval Grand aber wieder mehr zu erwarten sein. Er hatte bereits beim Japan Cup 2016 auf Platz 3 gezeigt, dass ihm dieses Rennen liegt.

Satono Diamond war nach seinem Sieg beim Arima Kinen 2016 Japans große Hoffnung im Prix de l’Arc de Triomphe 2017. Von der schweren Schlappe in Chantilly blieb der inzwischen fünfjährige Deep Impact-Nachkomme lange gezeichnet. Nun machte er am 8. Oktober mit dem Gewinn des Kyoto Daishoten wieder auf sich aufmerksam. In dieser Form ist mit dem ehemaligen St Leger-Sieger und Derby-Zweiten auch im Japan Cup zu rechnen.

Kiseki siegte letztes Jahr im japanischen St Leger (3.000 m), konnte die Erwartungen anschließend aber nicht erfüllen. Nach einer Rennpause von 105 Tagen verriet der Rulership-Nachkomme im Oktober aufsteigende Form. Platz 3 im Mainichi Okan (Gr.2) folgte im Tenno Sho (Autumn) erneut ein starker 3. Rang. Bedenkt man die schwache Qualität des diesjährigen Japan Cups, sollte eine Platzierung erneut möglich sein.

Suave Richard zeigte sich zu Beginn des Jahres in großer Form, gewann über 2.000 Meter das Kinko Sho (Gr.2) und Osaka Hai (Gr. 1). Nach einer viermonatigen Pause enttäuschte er zuletzt im Tenno Sho (Autumn). Sollte der letztjährige Gewinner des Copa Republica Argentina zurück zu Form finden, könnte er im Endkampf mit dabei sein.

Mikki Rocket hatte bis zum 24. Juni nur einen seiner 15 Starts gewonnen, zählt seit seinem Triumph im Takarazuka Kinen aber auch zum Favoritenkreis des Japan Cups 2018. Der King Kamehameha-Nachkomme bezwang in Hanshin nicht nur den mehrfachen Gruppe-I-Sieger Werther, sondern auch die ehemalige Dubai Turf-Gewinnerin Vivlos. Im Tenno Sho (Autumn) schaffte es Mikki Rocket aber nicht über Platz 5 hinaus.

Satono Crown war im letzten Jahr nach dem Gewinn des Takarazuka Kinen und einer nur knappen Niederlage im Tenno Sho (Autumn) gegen Kitasan Black beim Japan Cup heiß gehandelt worden. Er enttäuschte dort jedoch auf dem 10. Platz und läuft seither nur noch hinterher. Der Sieger des Hong Kong Vase 2016 wäre in Normalform ein Kandidat für den Endkampf, derzeit spricht aber nur wenig für ihn.

Capri gewann im Vorjahr das Irish Derby und die St Leger Stakes, zog sich dann jedoch eine Schulterverletzung zu und konnte erst in der zweiten Hälfte dieses Jahres wieder eingesetzt werden. Im Prix de l’Arc de Triomphe 2018 gelang ihm ein starker 5. Platz, in der Champion Stakes von Ascot enttäuschte er am 20. Oktober dann auf Platz 4. Typisch für Capri, beim dem sich gute und schlechte Leistungen häufig abwechseln. Der Galileo-Sohn kommt relativ ausgeruht nach Tokio. Die letzte Platzierung im Japan Cup gelang einem ausländischen Pferd allerdings 2006.

Thundering Blue erhielt eine Einladung zum Japan Cup nachdem er im Oktober bei den Canadian International Stakes Rang 2 belegt hatte. Der in England trainierte fünfjährige Wallach war im August in den Juddmonte International Stakes von York vor Saxon Warrior auf Platz 3 gelaufen.

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