Epsom Derby 2017

3. Juni 2017 - 2.423 Meter, 3-jährige Pferde, Epsom Downs, England


Vorbericht vom 17. April 2017

Churchill heißt der Hengst, der derzeit als Favorit auf den Gewinn des 238. Epsom Derbys gilt. Kein Wunder, hat der Galileo-Sohn als Zweijähriger schon vier Gruppe-Rennen gewonnen, darunter die National Stakes in seiner irischen Heimat und die renommierten Dewhurst Stakes in Newmarket. Gewisse Zweifel bestehen allerdings, ob er die 2.423 Meter stehen kann.
Wie in den letzten Jahren üblich handelt es sich auch bei den meisten anderen Epsom Derby-Favoriten um Nachkommen von Galileo. Unter ihnen die ebenfalls von Aidan O'Brien trainierten Cliffs Of Moher, Capri, Orderofthegarter, Sir John Lavery oder den aus deutscher Zucht stammenden André Fabre-Schützling Waldgeist, Gewinner des Critérium de Saint-Cloud.
Erstmals könnten auch Nachkommen des legendären Frankel im Epsom Derby laufen, allen voran der von John Godsen vorbereitete Cracksman.

Churchill bestritt als zweijähriger Hengst bereits sechs Rennen, die er bis auf sein Debüt sämtlich gewann. Mit einer Quote von um die 6:1 ist er am Wettmarkt derzeit klarer Epsom Derby-Favorit. Die Tatsache, dass seine Quote auf den Gewinn, der über die Meile gelaufenen 2.000 Guineas, bei unter 3:1 liegt, macht deutlich, dass man seine wahre Stärke auf kürzeren Distanzen als die des Epsom Derbys sieht. Zwar hat Churchill von seinem Vater Galileo fraglos Stehvermögen geerbt, der größte Erfolg seiner Mutter Meow gelang dagegen über die 1.006 Meter der Queen Mary Stakes. Auch Airwave, der Vater von Meow, war auf der Sprintstrecke zuhause.

Aidan O'Brien, fünffacher Gewinner des Epsom Derbys, hat wie üblich eine ganz Armada dreijähriger Hengste genannt, fast alle Nachkommen des Derbysiegers von 2001, Galileo. Neben Churchill sind dies unter anderem Capri, Cliffs Of Moher, Diodorus, Douglas Macarthur, Exemplar, Orderofthegarter, der Zweite der Racing Post Trophy Yucatan oder Sir John Lavery, im Oktober Sieger eines stark besetztes Maidenrennens in Irland.

John Gosden hat mit Cracksman einen Hengst zur Hand, der durch seinen Vater Frankel für großes Interesse sorgt. Zwar holte Frankel, von vielen für eines der besten Pferde aller Zeiten, die meisten seiner Siege über die Meile, doch verfügte Cracksmans Mutter Rhadegunda über Steherqualitäten. Seinen bislang einzigen Start konnte Cracksman gegen starke Konkurrenz gewinnen. Noch hat er gar keine Nennung für das Epsom Derby, was sich bei erfolgreichem Laufen aber schnell ändern könnte.

Waldgeist, aus dem Gestüt Ammerland, setzte sich Ende Oktober im Critérium de Saint-Cloud gegen Gegner wie Capri, Douglas Macarthur, Best Solution oder Taj Mahal durch, was ihn zu einem der meist beachtetsten Hengste seinen Jahrgangs werden ließ. Starttrainer André Fabre hat mit seinem Galileo-Sohn aus der Waldlerche das Epsom Derby im Visier, könnte aber auch im Prix du Jockey Club laufen.

Die Racing Post Trophy, das bedeutendste Zweijährigen-Rennen Großbritanniens, gewann der Fastnet Rock-Sohn Rivet. Er war zuvor in den Dewhurst Stakes aber drei Längen hinter Churchill über die Linie gegangen. William Haggas hat mit Seniority ein weiteres interessantes Pferd im Stall. Der Dubawi-Sohn gewann sein Debüt, enttäuschte jedoch bei seinem zweiten Start und ist seit August nicht mehr gelaufen.

Das Epsom Derby wird seit 1780 ausgetragen und gehört zu den bedeutensden Pferderennen der Welt. Wie jedes Jahr werden sich bis zu 100.000 Zuschauer um den Epsom Downs Racecourse versammeln.

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